Die Behörden in Kroatien haben die Öffentlichkeit beruhigt und versichert, dass die Pelješac-Brücke trotz Berichten über sichtbare Risse an einigen ihrer Betonpfeiler weiterhin sicher und stabil sei.
Die Bestätigung erfolgt, nachdem die italienische Zeitung Il Piccolo letzte Woche in einem Artikel berichtet hatte, dass an mehreren Bauteilen der Brücke Risse aufgetreten seien.
Laut Ivica Budimir, Vorstandsvorsitzender der staatlichen Straßenverwaltungsgesellschaft Hrvatske ceste (Kroatische Straßen), seien bereits umfassende Analysen durchgeführt worden, und es bestehe keine Gefahr für den Verkehr oder die strukturelle Stabilität der Brücke, berichtete HRT .
„Alle Analysen sind abgeschlossen und alles ist stabil und in Ordnung“, sagte Budimir und betonte, dass die beobachteten Probleme bei großen Infrastrukturprojekten nicht ungewöhnlich seien.
Reparaturen nach der Touristensaison geplant
Budimir erklärte, dass kleinere Mängel an jedem Bauwerk auftreten können und im Rahmen der Gewährleistungsabwicklung für die Brücke behoben werden.
Die Reparaturen sollen voraussichtlich nach der touristischen Hochsaison im Sommer beginnen, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.
Der Brückenbauunternehmer, das chinesische Bauunternehmen China Road and Bridge Corporation, ist für die Behebung aller während der Garantiezeit festgestellten Mängel verantwortlich.
Das Projekt beinhaltet eine zehnjährige Gewährleistung, das heißt, der Auftragnehmer muss alle Mängel beheben, die während dieser Zeit auftreten.
Seit der Eröffnung der Brücke sind drei Jahre vergangen, sodass noch sieben Jahre Garantiezeit verbleiben.
„Alle Arbeiten sind durch eine zehnjährige Gewährleistung des Auftragnehmers abgedeckt, und dieser ist verpflichtet, sich an dem Prozess zu beteiligen, da wir während der Nutzungsphase auf etwaige Mängel achten“, fügte Budimir hinzu.
Vor der Eröffnung der Brücke mussten Reisende, die nach Dubrovnik und Süddalmatien unterwegs waren, ein kurzes Stück Küste durchqueren, das zu Bosnien und Herzegowina gehörte.
Die Brücke verbindet nun das kroatische Festland mit der Halbinsel Pelješac und ermöglicht so eine ununterbrochene Straßenverbindung, wodurch der Küstenkorridor des Nachbarlandes entlang der Adria umgangen wird.
Der Gesamtwert des Projekts betrug rund 420 Millionen Euro, wovon 357 Millionen Euro durch EU-Zuschüsse finanziert wurden.
Redaktion Breaking News
Bild: Dalmatinka-Media





