So sieht die Szene im Herzen von Trogir aus, einer Perle unter dem Schutz der UNESCO – und es scheint, als könne sie kaum jemand vor denen schützen, die ihre „Schurken“ direkt vor den Augen anderer aussetzen.
Vor genau zwölf Tagen berichteten wir über ein Problem, das die Einwohner von Trogir plagt: die schamlose Aneignung öffentlichen Raums durch diejenigen, die hier einfach ihre alten Boote abstellen. Ob registriert, nicht registriert oder zwar registriert, aber nicht im Register des Ministeriums für Meer, Verkehr und Infrastruktur verzeichnet…
Die Schiffe verrotten hier, die Bürger kochen vor Wut, doch vor Ort hat sich mehr oder weniger nichts geändert. Obwohl die Stadtpolizei vor zwölf Tagen damit begann, Warnhinweise an den Schiffen anzubringen, dass diese innerhalb von zwei Tagen auf Kosten der Eigentümer entfernt würden, liegen die Schiffe noch immer an Ort und Stelle. Gleichzeitig kündigt die Stadt in Abstimmung mit der Hafenbehörde und dem Landkreis die Wiederherstellung der Ordnung an.
Der abgebildete Stadthafen befindet sich in unmittelbarer Nähe des Fährhafens Soline bei Trogir. Ein Teil des Gebiets untersteht der Hafenbehörde, der andere dem Seegebiet der Republik Kroatien. Im Kataster ist der Standort jedoch weiterhin unter dem Namen der örtlichen Fischereigesellschaft eingetragen. Die Stadt Trogir und die Stadtpolizei rücken regelmäßig nach Meldungen von Bürgern aus. Früher kümmerte sich die Stadtpolizei um Boote, die außerhalb des betonierten Plateaus im Parkwald zu Wartungszwecken lagen; seit Kurzem werden jedoch alle Boote geräumt.
Vor einigen Monaten wurden mehrere Boote, die Probleme bereiteten und von Bürgern gemeldet worden waren, entfernt. Die Boote werden als Sperrmüll entsorgt, was der Stadt erhebliche Kosten verursacht. Derzeit wird ein Konzeptentwurf erarbeitet, dem eine Standortgenehmigung folgen soll. Voraussetzung für die Lösung der genannten Situation und als Teil des gesamten Entwicklungsprojekts ist jedoch die Sanierung des Stadthafens. Unseren Informationen zufolge wird die Hafenbehörde des Landkreises Trogir dieses Projekt im Herbst beginnen. „Wir sind zuversichtlich, dass die Maßnahmen der Stadt, der Hafenbehörde und des Landkreises in der kommenden Zeit für Ordnung sorgen und die aktuelle Situation verbessern werden“, schrieb uns die Stadt Trogir am 3. Februar.
Trotz aller Pläne, Entwürfe, leeren Dokumente und der notwendigen rechtlichen Voraussetzungen, trotz der Ideen zum Wiederaufbau des Stadthafens und der Verzahnung der Zuständigkeiten von Stadt, Landkreis und Hafenbehörde, bleibt das Problem für die unzufriedenen Bürgerinnen und Bürger unverändert bestehen. Die Frage ist daher: Wann werden wir konkrete Ergebnisse sehen und wann werden die Bürgerinnen und Bürger von Trogir endlich von diesem „Schiffsfriedhof“ befreit sein? Denn nur konkrete Schritte zählen.
Redaktion Nautik
Bild: zVg.





