Zagreb hat sich als einer der führenden Kandidaten für die Aufnahme der Europäischen Zollbehörde (EUCA) herauskristallisiert, einer neuen dezentralen EU-Agentur, die zum zentralen Knotenpunkt für die Unterstützung nationaler Zollverwaltungen im gesamten Block werden soll.

Die Mitglieder der Europäischen Volkspartei (EVP) im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz des Europäischen Parlaments stimmten am Dienstag darüber ab, welche Städte sie im Auswahlverfahren für den künftigen Hauptsitz der Agentur unterstützen würden.
Zagreb und Warschau erhielten jeweils die Höchstpunktzahl von fünf Stimmen und liegen damit gemeinsam an der Spitze der EVP-Favoriten. Málaga folgte dicht dahinter mit vier Stimmen.
Neun europäische Städte im Rennen
Insgesamt neun Länder bewerben sich um die Ausrichtung der EUCA. Die Kandidatenstädte sind:
• Lüttich (Belgien)
• Zagreb (Kroatien)
• Lille (Frankreich)
• Rom (Italien)
• Den Haag (Niederlande)
• Warschau (Polen)
• Porto (Portugal)
• Bukarest (Rumänien)
• Málaga (Spanien)
Es wird erwartet, dass das Europäische Parlament bis Ende dieses Monats über seinen bevorzugten Kandidaten entscheiden wird.
Gleichzeitig finden im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (Coreper) Diskussionen über das Verfahren zur Auswahl des endgültigen Standorts statt.
Redaktion Politik
Bild: croatia.hr



