Street Art in Rijeka – Kunst zwischen Hafen, Alltag und Identität Rijeka ist keine Stadt, die sich laut erklärt. Sie wirkt rau, direkt und manchmal widersprüchlich – genau das macht ihren Reiz aus. Zwischen Hafenanlagen, alten Industriegebäuden, Wohnblocks und schmalen Durchgängen hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Street-Art-Szene entwickelt. Wer aufmerksam durch die Stadt geht, merkt schnell: Hier erzählen Wände Geschichten.

Wie sich die Szene entwickelt hat Die Anfänge der Street Art in Rijeka liegen in den frühen 2000er-Jahren. Damals dominierten klassische Graffiti-Tags und Schriftzüge, stark beeinflusst von Musik-, Skate- und Subkulturen. Mit der Zeit wurden die Arbeiten größer, inhaltlicher und bewusster platziert. Aus reinen Schriftzügen entstanden Murals, aus spontanen Aktionen eine erkennbare urbane Kunstszene. Einen wichtigen Impuls erhielt diese Entwicklung rund um das Jahr 2020, als Rijeka Europäische Kulturhauptstadt war.
In dieser Phase öffnete sich die Stadt gezielt für urbane Kunst. Viele Werke entstanden legal, sichtbar und dauerhaft – Street Art wurde Teil des offiziellen Stadtbildes, ohne ihren rohen Charakter zu verlieren. Künstler und ihre Spuren Ein prägender Name für Rijeka ist Vladimir Tomić – MOSK. Seine Arbeiten sind reduziert, oft nachdenklich und leicht melancholisch. Große Figuren, klare Linien und kurze Aussagen laden dazu ein, stehen zu bleiben und genauer hinzusehen. Mit Slaven Kosanović – Lunar ist einer der bekanntesten kroatischen Street-Art-Künstler in Rijeka vertreten. Seine Werke wirken spielerischer, manchmal humorvoll, und bringen Leichtigkeit in den urbanen Raum. Auch Tea Jurišić hat die Szene mitgeprägt. Ihre Arbeiten sind stärker symbolisch, persönlicher und emotionaler – sie verbinden lokale Themen mit individueller Bildsprache.

Internationale Künstler haben ebenfalls Spuren hinterlassen, darunter der japanische Künstler Yusei Sagawa, dessen großformatiges Mural zu den auffälligsten Arbeiten der Stadt zählt und zeigt, dass Rijeka längst Teil einer globalen Street-Art-Bewegung ist. Wo man Street Art in Rijeka findet Street Art in Rijeka ist nicht auf ein Viertel begrenzt. Sie taucht dort auf, wo man sie nicht unbedingt erwartet:

•in Unterführungen und Durchgängen •an Fassaden nahe des Hafens •in ehemaligen Industriearealen •in Wohnvierteln abseits klassischer Touristenrouten Viele Werke greifen Themen auf, die eng mit der Stadt verbunden sind: Hafenleben, Arbeit, Migration, Musik, Subkultur oder ganz alltägliche Beobachtungen. Rijeka selbst wird dabei immer wieder zum zentralen Motiv. Street Art erleben – auch geführt Wer tiefer in die Street-Art-Szene von Rijeka eintauchen will, kann die Stadt auch abseits der klassischen Wege erkunden.
Die Street Art Touren von www.kroatien-tours.com führen zu bekannten Murals genauso wie zu versteckten Spots, die man allein kaum finden würde. Dabei geht es nicht nur um Kunst an der Wand, sondern um Hintergründe: Wer hat hier gemalt, warum genau an diesem Ort und was sagt das Werk über Rijeka selbst aus. Urban, locker und nah am echten Stadtleben. Mehr als Farbe an der Wand Street Art hat sich in Rijeka von einer Randerscheinung zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Raums entwickelt. Sie verändert die Wahrnehmung der Stadt, gibt vergessenen Orten neue Bedeutung und bleibt dabei immer in Bewegung. Manche Werke verschwinden, andere kommen hinzu – genau das macht ihren Reiz aus. Rijeka zeigt sich durch Street Art ehrlich und ungefiltert. Wer bereit ist hinzuschauen, kann die Stadt lesen wie ein offenes Tagebuch. Unperfekt, direkt und voller Charakter.

Redaktion Kultur/Nancy Kaiser
Bild: kroatien-tours.com



