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Welcome to Croatia!

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Wenn man seinen Lebenstandort nach Kroatien verlagert wird man irgendwann mit der Situation konfrontiert sein, sich mit der kroatischen Bürokratie herumzuschlagen. Ein Beispiel hierfür: Die Eröffnung einer Krankenversicherung in Kroatien.

Als ich meinen Lebensstandort nach Kroatien verlagert habe musste ich auch eine Krankenversicherung in Kroatien abzuschließen. Der Versuch eine Krankenversicherung in Kroatien abschließen ist jedoch einfacher gesagt als getan. Dieser Prozess dauert für mich mehrere Monate.

Sich im Kreis bewegen

Die staatliche Krankenkasse in Kroatien verlangt, dass ich mich bei der Krankenkasse in Deutschland abmelde, damit ich mich in Kroatien krankenversichern lassen kann. Dagegen sagt die Krankenversicherung in Deutschland, dass ich mich erst in Kroatien bei einer Krankenversicherung einschreibe/anmelde, bevor ich mich bei der Krankenversicherung in Deutschland abmelden kann. Wie meinen Lesern schleudert auch mir, ein hin und her, ohne einen klaren Durchblick zu haben, den Kopf – ich verliere nur Zeit und Nerven!

Wenn ich hierzu weiterhin in Kroatien Informationen ersuche, werde ich gefragt, ob ich denn über meinen Arbeitgeber in Kroatien krankenversichert bin. Nach meiner verneinenden Antwort, kann mir dann trotzdem niemand eine vernünftige Antwort geben, geschweige denn eine richtige Information. Ich werde zur Steuerbehörde geschickt (weshalb auch immer), von dort aus zur staatlichen Krankenversicherung und von dort aus wieder zum Arbeitgeber. Jeder schickt mich zu einer anderen Person oder Institution, sodass ich mich nur im Kreis bewege. In Kroatien herrschen einfach zu viele Fehlinformationen – Welcome to Croatia!

Es kann auch schlimmer kommen…

Zu alldem ist es nicht ratsam, schnell und nicht abgeklärt die Krankenversicherung zu wechseln. Wenn man unbedacht die Krankenkasse wechselt, kann es gut sein, dass man wegen ungeklärten Sachen für einige Zeit nicht krankenversichert ist. Wenn man dann plötzlich krank wird, steht man ohne Krankenversicherung da…

European health insurance card?

Weitere Fragen treten auf: Ich habe durch einen weiteren Fall in meiner Umgebung erfahren, dass jemand in Deutschland krankenversichert ist, aber in Kroatien einen Herzinfarkt erlitten hat und momentan in einem Krankenhaus in Zagreb untergebracht ist. Hierzu kam die Frage auf, ob man eine Krankenversicherung in Kroatien erhalten kann, ohne dabei die Krankenversicherung in Deutschland zu verlassen? Dies würde viele Dinge einfacher für diejenige Person gestalten, die in Behandlung ist oder das Krankenhaus ändern möchte. Eine Notlösung in diesem Fall ist die European health insurance card (http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=559), die aber nur für Notfällen gilt und nicht für regelmäßige Kontrollen gedacht ist. Inwiefern diese europäische Gesundheitskarte in meinen Fall weiterhilft, wage ich zu bezweifeln.

Keep calm and carry on

Was bleibt einem übrig, als zu hoffen und alle notwendigen Institutionen in Kroatien abzuklappern um an die richtige Person zu kommen, die einem dann die richtigen Informationen liefert, die schließlich weiterhilft bzw. den richtigen Pfad aufzeigt. Meine Erfahrungen lehren mich, dass es solche bürokratischen Hürden in jedem Land, sogar in Deutschland, gibt und das ich mich nicht unterkriegen lassen darf. Von daher heißt meine Devise: Augen zu und durch – keep calm and carry on.

Die dargelegten Ansichten oder Meinungen des Autors spiegeln nicht unbedingt die Position von Kroatien-Nachrichten.de wider.

Tonči Petrić arbeitet als Journalist und Radiomoderator für das deutschsprachige Programm der Stimme Kroatiens bei dem kroatischen Rundfunk und Fernsehen HRT. Er lebt seit mehr als einen Jahr in Zagreb und berichtet in seinem Blog über seine Erfahrungen in Kroatien.

Bild: Auswandern Handbuch/Dalmatinka Media
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