Papilio machaon Linné, 1758 – Schwalbenschwanz, obični lastin rep gehört zu den größten Schmetterlingen in Kroatien. Er bildet zwei Generationen, die sich in der Farbintensität deutlich unterscheiden.

Dieser Falter steht in der Roten Liste Kroatiens und hat hier den Status NT (near threatened). Er ist hier – im Gegensatz zu Österreich und Deutschland nicht geschützt. In den letzten Jahren konnte ich einen deutlichen Rückgang der Populationen bemerken, obwohl er hinsichtlich seiner Nahrung nicht so ein Spezialist ist wie der Segelfalter. Deshalb sollte er auch hier unter Schutz gestellt werden.


Ab Mai findet man die Raupen auf verschiedenen Pflanzen wie Ruta graveolens Linné, 1753 – Edelraute, rutvica, Ruta chalepensis Linné, 1767 – Gefranste Raute, jezičac, Foeniculum vulgare Miller, 1768 – Fenchel, obični koromač oder Levisticum officinale Koch, 1824 – Liebstöckl, luštrek.


Die ersten Stadien sind dunkel, manchmal nur schwarz. Und ihr Lebensmotto ist: Fressen, fressen, fressen. Denn sie brauchen zunächst viel Energie für ihr Wachstum. Und die kleinen Raupen wachsen schnell, innerhalb von einem Monat können sie ihr Gewicht mehr als verdoppeln.


Im Juli schließlich findet man dann die Raupen, die kurz vor der Verpuppung stehen. Sie bevorzugen Fenchel oder die Raute, deren Stängel sie abnagen. Denn sie brauchen immer noch viele Nährstoffe, um die bevorstehende Verpuppung mit der Puppenruhe gut zu überstehen.

 

Das Osmaterium

Diese Raupen sind kräftig gefärbt, so, als würden sie jeden möglichen Räuber warnen wollen: Achtung, ich bin ungenießbar. Und sie können tatsächlich Feinde abwehren. Zwischen Kopf und Körper sitzt das Osmaterium, das normalerweise nicht sichtbar ist. Fühlt sich die Raupe bedroht, pumpt sie Gewebsfl üssigkeit hinein, die dieses leuchtend gelbe Hörnchen anschwellen lässt. Drohend senkt die Raupe den Kopf, sodass dem Feind dieses Organ entgegen gereckt wird. Aber es ist nicht nur eine optische Warnung, in dem Osmaterium sitzen Drüsen, die ein stinkendes Sekret produzieren. Und das schreckt den hungrigsten Feind ab.


Die Herbstgeneration fliegt ab September. Die Schmetterlinge ernähren sich von Nektar, den sie mit ihrem langen Saugrüssel aufsaugen. Sie haben nur zwei Dinge im Sinn: Fressen und einen Partner finden. Und so sehen wir diese Falter, die eine Flügelspannweite von 45 Millimetern erreichen können, akrobatisch von einer Blüte zur nächsten flattern, immer auf der Suche nach den wichtigen Dingen ihres Lebens.

 

 

Ein Beitrag von: Moni Losem
 Quelle und Bilder: Kroatiens Fauna und Flora
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