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Der Streik in der Uljanik-Werft verläuft drei Tag in Folge und die Spannungen steigen unter den Werftarbeitern in Pula.

Streikende Arbeiter marschierten durch die Stadt Pula, wie sie es seit dem Streik am Mittwoch jeden Tag getan haben. Sie hielten sich vor dem Rathaus auf, wo sie sich mit dem Bürgermeister treffen wollten, aber er lehnte sie ab. Die Arbeiter fordern ihre Gehälter des Monats Juli und den Rücktritt des Managements. Sie wollen auch Zusicherungen, dass die Regierung sich um den Erhalt der Schiffbauindustrie des Landes bemüht. Der Protest von heute war der größte bisher, da die Familien und Freunde der Werftarbeiter sich ihnen bei der Kundgebung angeschlossen haben.

“Wir alle haben Familien, Ausgaben, Kredite. Wir sind nicht hier auf der Straße, weil wir nichts Besseres zu tun haben. Wir sind hier, weil wir unsere Gehälter nicht bekommen haben und wir hungrig sind”, sagte einer der Arbeiter dem Kroatischen Rundfunk.

Nachdem die streikende Masse im Rathaus kein Glück hatte, zogen sie in das Gespanschaftsgebäude, wo der Gespan Istirens Valter Flego versuchte, mit ihnen zu sprechen.

“Ich fordere die Regierung, den strategischen Partner und das Management auf, einen Weg zu finden, so bald wie möglich Lohn auszuzahlen und sicherzustellen, dass die Produktion in den Werften weitergeht. Ich fordere die Regierung auf, unsere Schiffbauindustrie zu retten”, sagte Flego die Menge.

Flegos Ansprache wurde mit Spott und Rufen beantwortet. Er selbst wurde mit Wasser übergossen und zog sich in das Gebäude zurück.

Der Chef der Kroatischen Metallarbeitergewerkschaft Siniša Kosić sagte, es gebe Hoffnung für die Schiffbauindustrie, aber wahrscheinlich in einem kleineren Umfang als bisher.

“Zuerst müssen wir die Lohnfrage lösen. Das Schuljahr steht vor der Tür und das ist ein großes Problem für diese Leute. Sie sind aus einem bestimmten Grund da. Zweitens muss die Finanzierung gesichert werden, um die Produktion wieder aufzunehmen. Ohne Produktion gibt es keine Industrie und ohne ein fertiges Produkt können Schulden nicht zurückgezahlt werden. Deshalb müssen wir die Produktion so organisieren, dass sie profitabel ist.”.

Das Management der Uljanik-Werft und Vertreter von Kermas Energija, einem strategischen Partner der Werft, trafen sich am Donnerstag mit Mitgliedern der Regierung, doch die Sitzung brachte keine konkreten Ergebnisse. Der Leiter des Streikkomitees Đino Šverko sagte, dass die Arbeitsniederlegung so lange anhalten werde, bis die Arbeiter ihre Gehälter erhalten und das Management zurückgetreten ist.

Der Streik der 3. Mai-Werft in Rijeka geht ebenfalls weiter. Die Arbeiter sind dort verärgert, dass durch die Fusion mit Uljanik auch sie für den Juli nicht ausbezahlt worden sind. Die Produktion wurde monatelang eingestellt, weil der Werft keine Rohstoffe mehr zur Verfügung standen.

Arbeiter beider Werften planen am Montag eine Protestkundgebung vor dem Regierungsgebäude am Markusplatz in Zagreb.

Bild: HRT
Video: Scenic US

 

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