Der Kroate verdient bis zu 7.000 Euro pro Tag mit seinem – Blick! Braco (52) hält es für eine besondere Gabe auf der Bühne zu stehen und die Zuschauermasse anzusehen. Dafür bezahlt jede Person zehn Euro, was ein simples und lukratives Konzept ist. Am Wochenende hatte er Wien besucht.

Die meisten, die sich in der Eventpyramide Vösendorf befanden, kommen aus Österreich, Kroatien, Polen und der Slowakei, sind weiblich und etwa 50 Jahre alt.  Besucher berichteten, „die Liebe von Jesus Christus“ in Bracos Blick zu spüren. Am Anfang jeder Session wird ein Mikrofon im Publikum herum gereicht, damit Teilnehmer von den „Wundern Bracos“ erzählen. So soll er Menschen unter anderem von Asthma geheilt und andere Krankheiten behandelt haben.

Nach einem Einspieler kommt Braco im weißem Hemd, grüner Leinenhose und langen Haaren in den Saal. Drei Minuten und 47 Sekunden lang schaut er ins Publikum – bis er wieder von der Bühne steigt und den Raum verlässt. Was er in diesen Momenten denkt, weiß man nicht. Viele haben geweint, gezittert und sind fielen sogar fast in Ohnmacht.

Braco spricht seit 2004 nicht bei Begegnungen

Braco spricht bei seinen Begegnungen nicht, weil er 2004 in Banja Luka (B&H) bei einer Begegnung mit 7.600 Menschen 36 Stunden durchgearbeitet hat, was ziemlich erschöpfend war. Ein andere Grund ist ein rechtlicher – jemand, der ärztliche Tätigkeiten ohne ärztliche Ausbildung ausübt, gilt als Kurpfuscher. Das kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten oder einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen bestraft werden.

Der 52-Jährige hat seine Gabe 1995, nach dem Tod seines Lehrmeisters entdeckt. Mit seinem Blick tourt er durch die Welt, unter anderem auch nach Russland, Australien oder in die USA. Der Tag, an dem sein Blick auf Videowänden in New York ausgestrahlt wurde, soll als Tag ohne registrierte Gewaltkriminalität in die Geschichte eingegangen sein, schreibt „DER STANDARD“.

Wie sein Sprecher Matthias Kamp sagt, reise Braco nur auf Einladung: „Dann werden Angebote geprüft. Braco nimmt jene an, bei denen die meisten Menschen erwartet werden, denn er hat sein Leben danach ausgerichtet, seine Gabe zu teilen, wenn Interesse besteht.“ Bei ihm stünde die Heilung nicht im Fokus, sondern es geht darum, das Leben zu verbessern: „Es kann ja jeder überprüfen: Wenn er sich gut fühlt, macht er weiter, ansonsten versucht man es mit etwas anderem“.

Für sieben Sessions in Wien wurden insgesamt 711 Tickets verkauft, was in Summe 7.110 Euro Eintritt für einen Tag in Vösendorf ausmacht. Dazu kommen noch verkaufte Bücher, DVDs und Schmuck.

Kosmo.at
Bild: Screenshot 
Video: DER STANDARD
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