Home Ausland ABLEHNUNG DURCH GESELLSCHAFT TRIEB „MISS BALLCANCAN“ IN DEN SELBSTMORD

ABLEHNUNG DURCH GESELLSCHAFT TRIEB „MISS BALLCANCAN“ IN DEN SELBSTMORD

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Die ehemalige „Miss BallCanCan“, Jelena nahm sich vor einigen Tagen das Leben. Die Hintergründe für die Tat sind Probleme, gegen welche die LSBTIQ-Community bereits seit Jahren ankämpft.

Als Flüchtling kam Jelena (Geburtsname Nikola Niki Perić) zusammen mit ihrer Familie nach Österreich. 2013 wurde die zur „Miss BallCanCan“, dem traditionellen Wiener Queer Balkan Clubbing gekürt.

„Das wichtigste im Leben ist Liebe und Freiheit. Lasst alle leben, wie sie wollen, denn es ist wichtig für die Seele und für das Herz“, erzählte Jelena kurz nach ihrer Krönung zur Miss in einem TV-Interview.

Sie selbst bezeichnete sich als mehr als „nur“ Mann oder Frau, sie wollte als Transgender-Person akzeptiert werden und befreit und ohne Sorgen und Angst leben.

Auch wenn die Transsexuelle in der Community dafür bekannt war eine Kämpferin zu sein, so war der gesellschaftliche und familiäre Druck bezüglich ihrer sexuellen Identität schlussendlich doch zu groß. Die große Ablehnung nahm Jelena ihren Lebenswillen und trieb sie in den Suizid.

Selbstmord in der LSBTIQ-Community
Statistiken zeigen, dass die Selbstmordrate bei lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTIQ) um ein Vielfaches höher als bei Heterosexuellen ist.

Für die Mitglieder dieser Community ist es oftmals schwer, eine gesunde Einstellung zu sich selbst zu entwickeln, da sie sich in einem ständigen Kampf gegen Vorurteile und Stereotypen befinden. Allerdings gehört nicht nur der Suizid zu den großen Problemen der LSBTIQ-Gemeinde.

Der große Druck und die gesellschaftliche Ablehnung zwingen zahlreiche Menschen der LSBTIQ-Gemeinde in die Alkohol- und Drogensucht und rufen nicht selten psychische Erkrankungen hervor. Die Folgen sind fatal. (NR)

Quelle: Kosmos
Bilder zVg.
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