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Unerwartete Entwicklung in Agrokor

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Der kroatische Premier Andrej Plenković versicherte, dass die Arbeitsplätze im Konzern Agrokor nicht gefährdet sind.

In der Agrokor-Schuldenkrise hat sich eine unerwartete Entwicklung vollzogen. Der von der Regierung ernannte Krisenmanager bei Kroatiens größtem, privatem Arbeitgeber ist zurückgetreten. Der Rücktritt folgte nach der Veröffentlichung eines Dokuments, welches enthüllte, dass Ramljak zum Zeitpunkt seiner Ernennung zum Treuhänder immer noch als Manager bei der Firma Texo Menagement angemeldet war.

Nach mehreren Stunden der Krisensitzungen im Regierungsgebäude hielt Premier Andrej Plenković eine Pressekonferenz ab. Bei dieser betonte er:„Wie ich bereits sagte, stellt die Tatsache, dass das Unternehmen, dass Herr Ramljak als Restrukturierungsberater unter Vertrag genommen hat, ein ethisches Problem dar.

Die Art und Weise, wie dies geschah, ist nach Überprüfung des Berichts des Krisenmanagers und des Gesprächs, dass ich mit Ramljak geführt habe, nicht überraschend. Die wichtigste Botschaft, die ich an alle Mitarbeiter, Lieferanten und Gläubiger von Agrokor weitergeben möchte, ist, dass der Prozess der Umstrukturierung weiter voranschreiten wird. Die Regierung berät derzeit bezüglich der Ernennung eines neuen Krisenstabs. In der Zwischenzeit wird Herr Ramljak in Agrokor bleiben und weiterarbeiten, wie er das bisher getan hat.”

Sein Finanzminister Zdravko Marić versicherte ergänzend dazu, dass die Wirtschaft stabil sei und der Rücktritt Ramljaks die finanzielle Stabilität Kroatiens nicht beeinträchtigen würde. Der Finanzminister versicherte:„Ich denke, dass das kroatische Finanzsystem, das Bankensystem und alles, was damit zusammenhängt, derzeit stabil und nachhaltig ist. Wir alle werden die Situation genau beobachten – von den Aufsichtsbehörden über die Gesetzgeber und die Exekutive – um den gegenwärtigen Zustand des Systems zu erhalten.” (NR)

Quelle: Vlada Republike Hrvatske
Bild: Dalmatinka Media
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