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USA UND EUROPA SCHMIEDEN LÖSUNG FÜR KOSOVO-FRAGE

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Auch wenn der von der EU initiierte Dialog zwischen Belgrad und Prishtina bereits seit längerer Zeit auf Eis liegt, spekulieren regionale Medien, dass an eine Lösung der Kosovo-Frage nun in internationalen Kreisen geschmiedet wird.

Am Wochenende erschien in der kosovarischen Tageszeitung „Bota sot“ ein Artikel, in welchem von einem 22-Punkte-Abkommen über die „Freundschaft und gute Nachbarschaftlichkeit“ zwischen Serbien und dem Kosovo die Rede ist. Dies soll in Zusammenarbeit zwischen Washington, Paris und Moskau entstanden sein.

Inhalt des Abkommens
Der Zeitung zufolge würde mit dem Abkommen Serbien die Unabhängigkeit des Kosovos anerkennen und das Land eine Aufnahme in die UNO zugesichert bekommen. Serbien bekäme hierfür eine raschere Eingliederung in die Europäische Union zugesichert, die bis 2021 oder 2022 geschehen soll.

Ebenso soll mit einer beidseitigen Unterzeichnung auch der lang spekulierte Gebietsaustausch unter Dach und Fach gebracht werden. Serbien sollen die nord-kosovarischen Gemeinden Leposavić und Zubin Potok zugesprochen bekommen, während Preševo (Südserbien) Teil Kosovos werden soll.

Zu den weiteren Streitfragen, die laut „Bota sot“ mit diesem Abkommen geregelt werden sollen, für den serbisch-orthodoxen Klöstern Dečani, dem Patriarchat von Peć und Gračanica ein „exterritorialen Status“ zugesprochen werden.

Das Wasserkraftwerk Gazivode im Norden des Kosovos soll zum gemeinsamen Eigentum beider Staaten erklärt werden und unter internationaler Verwaltung (USA, Österreich und Deutschland) bestehen. Auch der Minenkomplex Trepca soll einen Sonderstatus erhalten und die kommenden 99 Jahre von einem internationalen Konsortium geführt werden.

Unterzeichnung im Sommer?
Laut dem kosovarischen Medium soll dieser 22-Punkte-Plan zwischen 28. Juni und 13. Juli von beiden Seiten unterzeichnet werden und somit ab November in Kraft treten. Die Belgrader Tageszeitung „Politik“ übernahm den Bericht aus der kosovarischen Tageszeitung.

„Es gibt keinen einzigen (vereinbarten) Punkt, keine Landkarten, es gibt gar nichts, da auch gar keine Gespräche geführt würden“, wurde der serbische Präsident Aleksandar Vučić am Montag von der Tageszeitung „Politika“ zitiert. Von kosovarischer Seite wurde bisher noch kein Statement abgegeben.

Kosmo.at
Bild: zVg.
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