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UMSTRITTENE GEDENKFEIER IN BLEIBURG „BLEIBT IM GLEICHEN FORMAT“

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Der Vorsitzende des „Bleiburger Ehrenzugs“ Vice Vukojević gab dies nach einem Treffen mit der kroatischen Präsidentin, Kolinda Grabar-Kitarović bekannt.

Laut Vukojević wird auch dieses Jahr das umstrittene kroatische Gedenktreffen am Loibacher Feld in Bleiburg „im gleichen Format stattfinden“. Ungeachtet der Kritik und des Verbots durch die Kärtner Erzdiözese soll auch eine Heilige Messe abgehalten werden.

Der Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger sieht in der Heiligen Messe beim Treffen in Bleiburg, bei dem offiziell dem Massaker an gefallene Ustascha-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht wird, eine „Instrumentalisierung eines Gottesdienstes zu politischen Manifestationen“, der „die entsprechende Distanz zu faschistischem Gedankengut vermissen lässt“.

Vom Gedenk- zum Faschistentreffen?
Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Zwischenfällen bei diesem Kroatentreffen. Allein letztes Jahr wurden sieben Personen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz festgenommen und erst im Juni vergangenen Jahres wurde ein Mann wegen des Zeigens des Hitlergrußes zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt.

Nichtsdestotrotz soll das Gedenktreffen am 18. Mai ganz normal über die Bühne gehen und „so aussehen wird wie in den vergangenen Jahren“. Zu Mittag wird dann die Heilige Messe, sowie ein Marsch vom Friedhof zum Loibacher Feld abgehalten werden. Politische Ansprachen wird es laut Vukojević nicht geben.

„Keine Erlaubnis der österreichischen Behörden notwendig“
Thomas Baumgartner, Generalsekretär des Ehrenzuges betonte, dass für die Abhaltung einer Heiligen Messe keine Erlaubnis der österreichischen Behörden notwendig sie.

Grund hierfür sei die Tatsache, dass die Gedenkfeier auf Privatgrund stattfinde, der Eigentum des Ehrenzuges sei. Gleichzeitig unterstrich er das Verbot von Ustascha-Symbolen in Österreich, welches im März dieses Jahres in Kraft trat: „Ich hoffe, dass jeder, der kommt, sich an das Gesetz halten wird und keine Probleme machen wird, wie das in den vergangenen Jahren der Fall war.“

Auf große Unterstützung kann Baumgartner vonseiten der kroatischen Präsidentin und Behörden zählen. „Als Kroatin und Katholikin bin ich tief betroffen über die Entscheidung des Diozösen-Administrators Engelbert Guggenberger“, so Kolinda Grabar-Kitarović. Die kroatische Präsidentin ist nicht die einzige, die heftige Kritik an dem Verbot durch die Kärtner Erzdiözese übte. Die katholische Bischofskonferenz Kroatiens warf der Kärntner Kirche „Respektlosigkeit gegenüber den Opfern“ vor.

Kosmo.at
Bild: zVg.
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