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Reisebranche sorgt sich um Kroatien

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Viel spricht dafür, dass heuer ein Sommerurlaub möglich sein wird. Die Sehnsucht nach der Heimat und Erholung am Meer ist groß und das weiß auch der Geschäftsführer von Gruber Reisen, Max Schlögl, dem größten Reiseanbieter für Kroatien in Südösterreich.  „Die Buchungen steigen, aber es ist noch ein Rest Unsicherheit spürbar“, sagt er im Interview gegenüber der Kleinen Zeitung.

„Niemand will bei einer Rückkehr in Quarantäne gehen müssen“, bei hohen Infektionszahlen in einem Urlaubsland ist das nicht

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auszuschließen. Wie die EU den Grünen Pass ausstellt, ist sehr wichtig. „Wir haben uns Sorgen um die Sommersaison gemacht.“ Bleiben die Infektionszahlen so hoch wie jetzt – derzeit gilt Kroatien als Hochinzidenzland –, wäre das nicht nur für den kroatischen Tourismus verheerend, sondern ein schwerwiegender Rückschlag für Reiseanbieter aus Österreich.

Entspannung in Sicht?
„Die Kurve geht nach unten, die Tendenz ist fallend“, verweist der Gruber-Chef auf aktuelle Zahlen des Complexity Science Hub Vienna. Auch ohne Lockdown in Kroatien „bin ich sehr zuversichtlich für den Sommer“. Das „hohe Impftempo“ sei ein guter Grund in der Tourismusbranche und andere Verschärfungen wie etwa ein Gütesiegel für Betriebe, die ein Sicherheitskonzept vorzeigen. „Das haben wir auch – zusätzlich zu unseren eigenen Maßnahmen.“

Kampagne „Safe Stay“:
In dem letzten Jahr habe Kroatien auf Aufklärung und Verständnis der Bevölkerung gesetzt, sagt Sprecherin des Falkensteiner Hotels, Claudia Apel. Die Regeln hätten nicht die gleiche Akzeptanz erfahren wie in Österreich. Die Bundesregierung in Kroatien habe bereits erkannt, „wie wichtig ein ernsthafter Umgang mit der Pandemie für die Tourismuswirtschaft des Landes“ sei „und aus den Fehlern des Vorjahres gelernt.“

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Ein landesweites Sicherheitskonzept wurde unter dem Motto „Safe Stay in Croatia“ entwickelt. Ein bedeutender Schritt für den Sommerurlaub sei, dass alle Tourismus-Beschäftigte noch im Mai eine Impfung bekommen. In Kroatien basieren noch freiwillige Eintrittstests. Falkensteiner behauptet, dass sich die Corona-Regeln an die EU-Standards anpassen würden. „Wir haben beschlossen, dass wir in Kroatien auf denselben Maßnahmenstandard wie in Österreich setzen.“

Strengere Hotels:
Mit Ende Mai oder Anfang Juni rechnet Falkensteiner mit dem „offiziellen Start“ der Sommersaison. „Wir erwarten eine gute Sommersaison mit vielen österreichischen Gästen.“ Dutzende Campingplätze und Hotels sind schon geöffnet, jedoch vorwiegend für lokale Gäste, aber ein leichter Anstieg an ausländischen Touristen sei bereits bemerkbar. Seit Mitte April setzt Falkensteiner verpflichtende Eingangstests für Touristen um – „als das derzeit einzige Unternehmen in Kroatien, das solch umfassende Maßnahmen setzt“, erklärt Apel.

Keine Sorgen machen?
Wie die Corona-Lage im Mai oder im Juni aufgrund des derzeit hohen Infektionszahlen in Kroatien aussehen wird, ist unklar. Der Mai sei vor allem sehr fraglich. Jedenfalls könnten die Hotels bis 14 Tage vor Reiseantritt storniert werden. Viele Gäste würden den gebuchten Aufenthalt verschieben, da sie unbedingt Urlaub machen möchten.

Übrigens verzeichnete die Valamar-Gruppe 2020, rund 300.000 Touristen in Kroatien. Es sind um 700.000 Gäste weniger als geplant.

Redaktion Tourismus
Bild: voucherwonderland
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