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PFUSCHEN IM GROSSEN STIL: SERBISCHE SCHÖNHEITSDOCS AM WOCHENENDE IN WIENER FRISEURSALONS

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Auf der Jagd nach den Ärzten, die jedes Wochenende nach Wien kommen, um hier Wienerinnen ilegal zu verschönern, wurde eine Polizei-Razzia in zahlreichen Wiener Friseursalons durchgeführt.

Das Verlangen vieler Wienerinnen unterschiedlichen Alters, sich einer nicht-invasiven Schönheitsoperation zu unterziehen, schien einigen Ärtzen aus der serbischen Hauptstadt Belgrad als eine einizigartige Möglichkeit für einen schnellen, einfachen und vor allem steuerfreien Gewinn. Für solche eine Art der illegalen Arbeit sprechen viele Gründe – einerseits die große, serbische Diaspora, deren Zahlungskraft nicht vernachlässigbar ist, andererseits die geographische Nähe zu Wien. Denn jeden Freitag nach der Arbeit können sich Belgrader Ärtze problemlos auf den Weg nach Wien machen, um dort über das Wochenende zusätzliche Kohle in die Tasche zu stecken und am Montag in der Früh wieder an ihren regulären Arbeitsplätzen sein.

All dies begann vor einigen Jahren, fast schon unschuldig bei einigen Verwandten und Freunden in ihren Privatwohnungen, aus welchen Freudinnen, Taufpaten und Kolleginnen des Wohnungsbesitzers mit verschönerten Gesichtern, allerdings auch mit weniger Geld in der Tasche verließen. Allerdings wuchs der Appetit dieser „Wundermacher“ in weißen Mänteln, weshalb sie sich, um noch mehr Geschäft zu machen, auf die Suche nach besseren Arbeitsbedingungen begaben. Ihre Leichtgläubigikeit brachte sie in Friseursalone im 16. Bezirk – allerdings haben sie auch alle anderen Stadtteile, in denen viele Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien leben, nicht ausgelassen. Zudem wurden die unterschiedliche Facebook-Profile der Friseure dazu verwendet, die Dienste „ihrer“ Ärzte anzupreisen – immer mit der Beschreibung, dass es sich um den besten und berühmtesten Belgrader Experten für Schönheitsoperationen handelt. Hoch im Kurs standen jene Ärzte, die entweder in der Militärmedizinischen Akademie (VMA) in Belgrad arbeiten oder langjährige Erfahrung mit der Verschönerung von serbischen Stars haben.

Die Werbung für Schönheitsoperationen in Wien verbreitete sich sehr schnell, sodass viele Damen „regelmäßig“ Behandlungen in den Friseursalons durchführen ließen und von den „weißen Helden“ freudig erwartet wurden. Es ist tatsächlich traurig zu sehen, welche Szenen sich in diesen besagten Salons abspielten: während Damen ganz normal in Friseursessel sitzen, werden ihnen nicht die Haare gemacht, sondern Hyaluronsäure, Botox oder sonst irgendwelche Mittel gespritzt. Nach den Behandlungen stehen Ärtzte Schulter an Schulter mit den Friseuren und kassieren. Aus Belgrad bringen die Mediziner die „quasi“ modernsten Gerätschaften mit ,und „bügeln“ so Falten aus, pumpen Lippen auf, vergrößern Wangen, setzen Meso-Faden ein… alles, was in Koffer passt, wird als komplette Ordination dieser skrupellosen Ärzte verstanden.

Frauen, die sich in ihrer Ahnungslosigkeit in die Hände solcher Ärzte begeben, sind sich den Gefahren überhaupt nicht bewusst, die in den Behandlungen durch diese „angesehenen“ Medizinern lauern. Nicht wenige haben sich nach der Behandlung aufgrund von unebener Haut, Schwellungen, Blutergüssen, unsymmetrischen oder entzündeten Lippen im Nachhinein an den Kopf gegriffen. Wenn sich dann diesbezüglich an ihren Hausarzt wenden, leiden sie schon an hohem Fieber, Sprachstörungen, können kein Essen mehr zu sich nehmen, und vom Anblick ganz zu schweigen. Währenddessen zählt der schuldige Arzt in Belgrad seelenruhig seine Kohle. Unsere Quellen sprechen von einem Verdienst von 5.000 bis 6.000 Euro pro Wochenende, selbstverständlich steuerfrei.

Die Besitzerinnen der „Friseurordinationen“ profitieren von diesen illegalen Geschäften, da sie so immer mehr Kundinnen anlocken können und sich auch gleichzeitig selbst vom Arzt verschönern lassen. Zudem bekommen sie auch Provision für die durchgeführten Eingriffe. Wie sehr sich so etwas auszahlt, zeigt das Beispiel einer Modeboutique-Besitzerin, die den kompletten Keller ihres Geschäftslokals eigens für „ihre“ Wochenend-Ärztin renovieren ließ. Wieder zurück in Belgrad schreibt diese dann auf ihrem Facebook-Profil voller Stolz: „Ein ausgezeichnetes Wochenende in Wien, viele Frauen konnten glücklich gemacht werden.“

Kosmo.at
Bild: iStock/z.Vg/Krass42
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