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Ohne Tourismus droht der Kollaps

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Marin Medak, der Vorsitzende des Gastronomieverbands, sprach im Interview für den kroatischen Rundfunk über den Tourismus und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

Am Montag die dritte Phase der Lockerung der restriktiven Schutzmaßnahmen in Kroatien. Größtenteils kehren die Bürger zu ihrem normalen Leben zurück. Dei Passierscheine wurden abgeschafft, die öffentliche Personenverkehr wurde wieder in Betrieb genommen, Kindergärten und Grundschulen öffnen wieder, Einkaufszentren sowie Gastronomiebetriebe ebenfalls. Auch Versammlungen von bis zu 40 Personen sind wieder erlaubt. Im Laufe der Woche werden auch wieder Fitnesszentren, Schwimmbäder, Kinos und Theater öffnen. All dies jedoch nur unter bestimmten epidemiologischen Maßnahmen.

„Wir gehen davon aus, dass es noch Touristen geben wird, dass wir Arbeit haben werden. Vor allem einheimische Touristen, zumal wohl die Preise für Unterkünfte und so weiter niedriger sein werden. Also sind wir schon guter Hoffnung“, so Medak.

Die Angst vor einer Infektion, ist für Gastronomen von großer Nachteil.

„Auch die verringerte Kapazität an Sitzplätzen aufgrund des verordneten Abstands, ist nicht von Vorteil für uns“, fügte er hinzu.

„Wir befürchten, dass dies zu Entlassungen der jüngsten und am wenigsten erfahrenen Personen führen könnte“, sagte Medak.

Joso Smolić aus der Handwerkskammer in Šibenik sagte, dass er die ganze Gespanschaft Šibenik-Knin abgeklappert hat und alle die Wiederöffnung, mehr oder weniger, nicht abwarten können.

Die Verluste sind enorm.

„Man kann sagen, dass wir quasi ein halbes Jahr verloren haben und jetzt ist es unmöglich dies wieder gut zu machen. Selbst wenn wir ab Montag enorme Umsätze machen würden“, so Smolić.

Allen sei das klar, dennoch müssen man jetzt anfangen und das Beste aus allem machen. Wichtig ist, dass die Gastronomen sowie das ganze Gewerbe und der Tourismussektor, Hilfe von den Banken im Form eines Moratoriums erhalten, fügte Smolić hinzu.

Medak wies abschließend darauf hin, dass Nachtclubs immer noch nicht ihren Betrieb aufnehmen können. Für Hochzeiten, so Medak, sollte der Zivilschutz so schnell wie möglich kontaktiert werden, um auch hier Klarheit zu schaffen.

Quelle: Stimme Kroatiens/Internationales Programm des kroatischen Rundfunks 
HRT/
Erstveröffentlichung 11.05.2020
Bild: Jutarnji List


						
						
					
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