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Kroatische Fischer fürchten vor slowenischen Sanktionen

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In der Savudrija-Bucht blieb es heute ruhig. Die kroatischen Fischer sind jedoch nervös in Angst vor möglichen Strafen der slowenischen Seite, die bis zu 10.000 Euro betragen könnten.

Aus diesem Grund sind am Dienstag die kroatischen Fischer nicht auf See gefahren. Am Dienstagabend war eine Sitzung zur dieser Problematik angedacht, doch diese ist auf Freitag verschoben worden, da kroatische Regierungsvertreter ihre Ankunft für Freitag zur dieser Thematik ankündigten.

Die kroatischen Fischer befürchten an der Grenze festgehalten zu werden, da sie die möglichen Strafen von bis zu 10.000 Euro nicht bezahlen könnten.

Ein kroatischer Fischer kommentierte die Situation in der Savudrija-Bucht wie folgt:

„Wir haben am meisten Angst vor diesen Geldstrafen, weil wir befürchten, wenn wir die Grenze überqueren, wir nicht zurückkehren können. Der Inneninister ist nur für die Grenze verantwortlich, aber wenn wir die Grenze überqueren, ist er nicht länger für uns verantwortlich. Wenn der Minister für uns garantiert, dass wir zurückkehren können, werden wir jetzt auf See gehen.“

Es ist anzumerken, dass jeder der kroatischen Fischer fast jeden Tag die slowenische Grenze überquert, aufgrund von familiären Bindungen oder aufgrund von Arbeitsverpflichtungen. Heute kam es in der Savudrija-Bucht zu keinen Zwischenfällen.

Zu den Ängsten der istrischen Fischer vor Geldstrafen, sagte der kroatische Innenminister Davor Božinović am Dienstag, dass die kroatischen Institutionen jeden kroatischen Bürger schützen werden und kommentierte die Situation wie folgt:

„Was ich gesagt habe und was die kroatische Regierung die ganze Zeit wiederholt hatte, ist, dass diese offene Grenzfragen und dieses bilaterale Problem nur durch ein bilaterales Abkommen gelöst werden kann und ich denke, dass dies heute jedem klar ist. Wir sind in der Position, dass wir keine einseitige Aktionen unternehmen. Wenn Slowenien tatsächlich einseitige Aktionen durchführt, werden die kroatischen Institutionen eine Antwort darauf finden.“

Auf die Frage, wie er kroatische Fischer schützen will, die befürchten, bei der Einreise nach Slowenien verhaftet zu werden, sagte Božinović, dass staatliche Institutionen aus diesem Grunde existieren, um jeden kroatischen Bürger und jeden kroatischen Fischer zu schützen. Božinović fügte hinzu, dass nicht nur das Innenministerium, sondern auch das Außenministerium, das Justizministerium und der Fachbereich für Fischerei miteinander intensiv zu diesem Thema kommunizieren. (NR)

Tonci Petric
Bild: Goran Kovačić
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