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Kroatien möchte bereits vor EU-Zulassung impfen

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Ein Beitrag unserer Kollegen von Kosmo.at

Kroatien will in den kommenden Wochen mindestens eine Million Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V gegen Covid-19 anschaffen. Inoffiziell ist von bis zu zwei Millionen weiteren Dosen die Rede, wie Jutarnji list berichtet.

Kroatien steht unter Druck, da der Tourismus einer der stärksten Wirtschaftszweige des Landes ist. Da die Sommerurlaubssaison vor der Tür steht, will Kroatien sicherstellen, dass ein Großteil der Bevölkerung geimpft werden kann. Mit Sputnik V-Lieferungen könnten bis zum Sommer 70 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Dieser Prozentsatz wird als ausreichend erachtet, um die Epidemie zu stoppen und eine sichere Tourismussaison zu gewährleisten.

Aufgrund des Zeitdrucks vor der Saison scheint es jedoch, dass Kroatien den Impfstoff erhalten wird, bevor sie von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen wird. Dies wurde von HDZ-Quellen, die Andrej Plenković nahestehen, für Jutarnji list bestätigt. Trotzdem wird Kroatien auf die Genehmigung warten, um den Impfprozess zu beginnen.

Kroatien möchte eigenständig zulassen
Wenn die EMA zögert, dann hat die Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte (HALMED) die Möglichkeit, Impfstoffe zu genehmigen, noch bevor die Dachbehörde der Europäischen Union dies tut. Die Verhandlungen mit Russland begannen, als die wissenschaftliche Zeitschrift Lancet bereits anfangs Februar verkündete, dass der russische Sputnik V ein sicherer und wirksamer Impfstoff sei.

Premierminister Andrej Plenković und Außenminister Gordan Grlić Radman verhandelten direkt mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, der Ende Dezember letzten Jahres Kroatien besuchte und sich mit der gesamten Staatsführung traf.

Wirksamkeit und Sicherheit haben Priorität
In der HRT-Sendung “A sada Vlada” (“Und jetzt die Regierung”) kommentierte Gesundheitsminister Vili Beroš die Ankündigungen über die Ankunft des russischen Impfstoffs in Kroatien mit den Worten, dass diplomatische Kontakte hergestellt worden seien und dass dies eine Fortsetzung der Bemühungen der Regierung sei, allen Bürgern eine kostenlose Impfung  zur Verfügung zu stellen.

“Zwei Kriterien sind von grundlegender Bedeutung: die Wirksamkeit und die Sicherheit von Impfstoffen. Es ist bekannt, dass der russische Impfstoff wirksam ist, aber wir müssen im Detail über seine Sicherheit informiert werden”, sagte Beros.

Redaktion Breaking News/Kosmo.at
Bild: Apotheke Adhoc

 

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