Vor 23 Jahren nahmen serbische paramilitärische Einheiten das Zentrum von Zagreb unter Beschuss. Der Angriff war eine Vergeltung für die militärische Niederlage, die serbische Truppen einen Tag zuvor in der Operation Blitz erlitten haben.

Bei dem serbischen Raketenangriff auf Zagreb kamen 7 Menschen ums Leben und weitere 200 wurden verletzt. Der Angriff richtete sich gezielt auf zivile Gebäude, darunter ein Kinderkrankenhaus.

Serbische Streitkräfte aus dem damals besetzten Gebiet, der sogenannten serbischen Krajina um die Stadt Knin, starteten einen Raketenangriff mit einer 262mm M-87 Orkan-Mehrfachraketenwerfer, der mit Streubomben bewaffnet war. Der Anführer der serbischen Krajina Milan Martić gab offen vor Fernsehkameras zu, dass er den Angriff als Vergeltung für die Operation Blitz befohlen hatte.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) bezeichnete den Angriff als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und verurteilte Martić wegen Anordnung des Angriffs.

Der Raketenangriff markierte den einzigen Zeitpunkt während des gesamten kroatischen Unabhängigkeitskfrieges, in der Streubomben eingesetzt wurden. Nach dem zweitägigen Angriff waren rund 500 nicht explodierte Bomben im Stadtzentrum von Zagreb verstreut. Ein Polizist wurde bei der Deaktivierung dieser kleineren Geschosse getötet. (NR)

Glas Hrvastke/
Bild: HRT/croatia.eu
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