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Kroatien gedachte der Opfer von Vukovar und Škabrnja

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Kroatien gedachte Gestern dem 31. Jahrestag des Falls von Vukovar, der dramatischsten Schlacht des Heimatkriegs, sowie des Massakers von Škabrnja. 

Während der 87-tägigen Belagerung von Vukovar durch die jugoslawische Volksarmee (JNA) zwischen August und November 1991 wurden 2.171 Menschen getötet, darunter 34 Kinder im Alter zwischen 7 Monaten und 17 Jahren, 1.219 wurden verwundet und mehr als 350 kroatische Soldaten vermisst zum.

Auch mehr als 22.000 Kroaten und andere Nicht-Serben wurden aus der Stadt vertrieben.

Die Bürger von Vukovar versammelten sich gestern Abend vor dem National Memorial Hospital in Vukovar, um für die Opfer des Heimatkrieges zu beten.

Das Vukovar-Krankenhaus ist der Ort, an dem nach dem Fall der Stadt 260 Verwundete, Veteranen und medizinisches Personal abgeholt wurden, deren Leichen aus einem Massengrab in Ovčara exhumiert wurden, während das Schicksal einiger aus dem Krankenhaus gebrachter noch unbekannt ist.

Im ganzen Land wurden auch Kerzen angezündet und auf den Bürgersteigen der nach der Stadt benannten Straßen aufgestellt. Tausende von Kerzen wurden in der Hauptstadt Zagreb entlang der 10 Kilometer langen Vukovar-Straße wieder angezündet, um an die Opfer zu erinnern, die im Heimatkrieg der 1990er Jahre in Vukovar ihr Leben opferten.

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Vukovar wurde von rund 1.800 leicht bewaffneten Soldaten der kroatischen Nationalgarde und zivilen Freiwilligen gegen 36.000 JNA-Soldaten verteidigt.

Am 18. November ergaben sich die letzten Verteidiger im Stadtzentrum von Vukovar.

Zu diesem Anlass findet am Freitag in Vukovar ein ganztägiges Programm mit einem großen Umzug statt. Bereits im dritten Jahr begeht Kroatien diesen Anlass mit einem Feiertag.

„Die Kerzen, die wir heute Abend angezündet haben, geben ein besonderes Licht ab, und die Gemeinschaft, in der sich die Menschen von Vukovar und viele andere versammelt haben, hat eine besondere Stärke, die die Grundlage unserer Zukunft bildet“, sagte der Bürgermeister von Vukovar Ivan Penava.

Auch heute wird der Opfer des Massakers von Škabrnja gedacht. Über 60 kroatische Zivilisten kamen an diesem Tag in den Dörfern Škabrnja und Nadin nordöstlich von Zadar durch die Hand der JNA ums Leben. 

Redaktion Politik
Bild: Grad Vukovar
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