Home Land und Leute Kulinarisches Knallbunte Ufos in Zadar gelandet

Knallbunte Ufos in Zadar gelandet

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Bei meinem Besuch eines Einkaufszentrums sind mir die bunten Leckereien sofort ins Auge gefallen. In Reih und Glied hinter Glas präsentiert leuchten sie in allen Farben des Regenbogens.

Gemeint sind Macarons, die süßen, flachen Kekse, die eine gewürzte Canachecreme einschließen. Der Ursprung ist vermutlich im Vorderen Orient zu suchen, der für seine ungewöhnlichen und Süßen Desserts bekannt ist.

Ihr erster Auslandseinsatz war Italien, wo die Mitglieder der Adelshäuser schnell Gefallen an der zarten Süßigkeit fanden. Und die wohl bekannteste Familie der italienischen Renaissance haben sie weiter in Umlauf gebracht. Die Medici, die durch ihr ausschweifendes Leben berühmt und berüchtigt waren verheirateten Caterina di Medici nach Frankreich, und sie hat die Macarons nach Frankreich gebracht, sozusagen als Brautgeschenk.

Und auch in diesem Land wurden sie immer beliebter, fast jede Stadt hatte und hat ihr eigenes Rezept. Doch mit den knallbunten Ufos von heute verband sie außer dem Rezept noch so gar nichts. Die Grundzutaten, nämlich Mandelmehl, Zucker und Eiklar, waren die gleichen. Eingefärbt waren sie nicht.

Aus Frankreich kenne ich sie klein und nur ganz zart eingefärbt, fast wie ein Aquarell. Richtig bunte findet man selten. Der Flug der Ufos nach Kroatien muss also irgendwie die Rezeptur verändert haben – denn hier sind sie ungemein farbenfroh.

Angeboten werden sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die Aromen sind ok. Die Masse schmeckt nach Mandeln, da ist sicher ein Originalrezept verwendet worden. Nur die Creme schmeckt etwas nach Zitronensäure, die vermutlich die Haltbarkeit verlängern soll.



Und auch die Füßchen, auf denen das Macaron drohnt , sind prima geworden. Ein Stück kostet 7 Kuna, ist aber ziemlich groß. Das sieht zunächst sehr teuer aus, aber hier können auch nur teure Zutaten wie das angesprochene Mandelmehl verwendet werden. Und sie sind Handarbeit, denn eine Maschine, die dieses Gebäck in der Qualität produziert, gibt es noch nicht.

Ein Beitrag von: Moni Losem
 Quelle: Edélices
 Bilder: Moni Losem
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