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Exporte steigen seit dem EU-Beitritt

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Nach fünf Jahren des EU-Beitrittes, sagen Experten, dass Kroatien sehr davon profitiert habe, Teil des europäischen Binnenmarktes zu sein.

Ein Kunststoffhersteller aus Solin konnte allein aufgrund des EU-Beitritts eine halbe Million Euro eingesparen. Das gleiche Unternehmen konnte zudem 20 Millionen Euro aus EU-Fonds absorbieren und für Forschung und Entwicklung bereitstellen. Fünf Jahre nach dem EU-Beitritt beschäftigt das Unternehmen 300 weitere Mitarbeiter.

Um gerecht in der Beurteilung zu sein, muss man sagen, dass neben den Exporte auch die Importe angestiegen sind. Einige lokale Produzenten hatten Schwierigkeiten mit Großonzernen aus anderen EU-Ländern zu konkurrieren. Die kroatische Milchindustrie wurde zum Beispiel halbiert und steht jetzt bei nur 6000 lokalen Erzeugern wegen ihrer Unfähigkeit zu konkurrieren. Die verbliebenen Produzenten sind im Geschäft, weil sie dem österreichischen Genossenschaftsmodell angeglichen haben.

Der Tourismus hingegen boomt, und aus der ganzen Welt fließen Investitionen in den Tourismussektor. Aufgrund fehlender Strukturreformen hat sich die Industrieproduktion jedoch verlangsamt.

Die Priorität sollte sich nun auf eine bessere Ausnutzung von EU-Mitteln sein. Kroatien kann bis zu 10,7 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 aus EU-Fonds beziehen. Experten sagen voraus, dass die Ausnutzung dieses Geldes ein BIP-Wachstum von einem Prozent pro Jahr bedeuten würde.

Glas Hrvastke/
Bild: Consa Internationale Spedition GmbH Hamburg
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