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Europaweite Fahndung nach Ivica Todorić

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Seit Montagabend ist Ivcia Todorić in keinem EU-Land mehr vor einer Festnahme und Auslieferung sicher.

Während sich alle in Kroatien fragen, wo sich Ivica Todorić befindet, wird seit Montagabend in der ganzen EU nach ihm gefahndet. Die Staatsanwaltschaft der Gespanschaft Zagreb hat einen europaweiten Haftbefehl nach dem ehemaligen Agrokor-Eigentümer ausgeschrieben.

Damit bestätigte die Staatsanwaltschaft indirekt, dass sich Todorić innerhalb der EU aufhält. Nun ist abzuwarten, wo genau er festgenommen wird.

Während Ivica Todorić per Haftbefehl gesucht wird und für das kroatische Justizwesen nicht zu erreichen ist, waren seine beiden Söhne Ivan und Ante bereits in Zagreb und haben ihre Aussage gemacht. Beide verneinten die Vorwürfe und lehnten es ab, auf die Fragen der Staatsanwaltschaft zu antworten. Ivan ist wieder in die Schweiz und sein älterer Bruder nach London zurückgeflogen. Auch die weiteren 12 Beschuldigten im Fall Agrokor bleiben in Freiheit. De Einspruch der Staatsanwaltschaft, dass man sie weiterhin in Untersuchungshaft lässt, wurde abgelehnt.

Jüngerer Sohn von Todorić in Zagreb eingetroffen

Der kroatische Finanzminister bestreitet, er habe Bilanzfälschungen im Konzern Agrokor, getätigt, als er dort arbeitete.

Der jüngere Sohn des Agrokor- Eigentümers Ivica Todorić, Ivan ist heute in Zagreb eingetroffen und streitete vor der Staatsanwaltschaft seine Schuld ab, wie seine Anwältin Jasna Novak bestätigte.

Das Gespanschaftsgericht hat zudem den Einspruch der Staatsanwaltschaft sowie die Forderung nach U- Haft abgelehnt, sodass die 14 mutmaßlichen Schuldigen im Fall „Agrokor“ ihre Unschuld auf freiem Fuß beweisen können. Von Ivica Todorić selbst fehlt noch jede Spur. Gegen ihn wurde jedoch heute ein EU-Haftbefehl erlassen.

Zudem fragten die Journalisten den kroatischen Finanzminister Zdravko Marić heute, ob er sich denn fürchte, dass sich die Ermittlungen im Fall „Agrokor“ auch auf bestimmte Regierungsmitglieder ausweiten könnten.

Marić antwortete: „Ich glaube, dass es dafür keinen Grund gibt. Es interessiert sie glaube ich vorwiegend, ob Ermittlungen gegen mich eingeleitet werden könnten? Mehrfach habe ich schon erwähnt, dass ich vier Jahre lang für Agrokor gearbeitet habe.

Alle meine Arbeiten habe ich bisher immer verantwortungsvoll und professionell verrichtet. Außerdem befand sich im Rahmen meines Arbeitsfeldes bei Agrokor niemals die Ausarbeitung von Finanzplänen und schon gar nicht habe ich mich mit Wirtschaftsprüfung beschäftigt.“ (NR)

Quelle: Natali Tabak Gregoric/Dario Majdandžić

 

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