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Erdöl- und Erdgasfelder

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Die kroatische Regierung hat beschlossen Ausschreibungen zur Erkundung und Nutzung von Erdöl – und Erdgasfeldern im Dinarischen Gebirge durchzuführen.

Der Umwelt- und Energieminister Tomislav Ćorić sagte, die Lizenzen seien Teil der Bemühungen der Regierung, die Energieunabhängigkeit Kroatiens zu stärken.

Die Ausschreibungen werden vier Gebiete mit einer Gesamtfläche von 12.134 km², verteilt auf fünf Gespanschaften umfassen. Die Lizenzen werden für einen Zeitraum von fünf Jahren gelten. Nationalparks sind nicht inbegriffen und keines der Gebiete befindet sich in unmittelbarer Nähe der Küste oder der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Die Agentur für Kohlenwasserstoffe wurde mit der Ausarbeitung und Durchführung der Ausschreibungen beauftragt. Die Angebote werden von einer Kommission bewertet, die Energieminister Ćorić ernennen wird.

Im Anschluss an die Ausschreibung wird die Regierung für die Erkundung und Nutzung für einen Zeitraum von höchstens 30 Jahren Lizenzen vergeben. Dieser Zeitrahmen umfasst sowohl die Exploration als auch die Exploitation.

Die Erkundung des Dinarischen Gebirges (Dinariden), die als unerforscht gelten, wird voraussichtlich dazu beitragen, den rückläufigen Trend der inländischen Gas- und Ölproduktion umzukehren, sagten Regierungsvertreter.

Nach Ansicht Ćorićs werden mit den neuen Ausschreibungen die begonnenen Aktivitäten aus dem Jahr 2016 fortgesetzt, bei der neue potenzielle Ölreserven erkundet werden. Er sagte, dass die Erkundung und Nutzung von Erdöl- und Erdgasfeldern im Dinarischen Gebirge unter den höchsten Umweltstandards und mit Zustimmung der örtlichen Gemeinden durchgeführt werden.

Vor kurzem traf sich Ćorić mit lokalen Beamten aus drei Gespanschaften und versprach, dass die Aktivitäten in diesen Gebieten die Tourismuswirtschaft nicht beeinträchtigen werden. Das Ministerium unterstrich, dass die lokalen Gemeinden von der Öl- und Gasexploration den größten direkten Nutzen haben werden. Gemeinden in Ostslawonien, in denen Lizenzen für eine Exploitation im Jahr 2016 vergeben wurden, haben laut Ministerium in den letzten zwei Jahren allein 17 Millionen Kuna von Gebühren erhalten.

Ein Termin für die Bekanntgabe der Ausschreibungen ist noch nicht festgelegt worden.

Glas Hrvastke/
Bild: Gazprom
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