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ERDOGANS WAHLKAMPFAUFTRITT IN SARAJEVOER OLYMPIA-HALLE BESTÄTIGT

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Der Wahlkampfauftritt des türkischen Präsidenten in Sarajevo wird am 20. Mai in der Sporthalle Zetra stattfinden. Seine Kundgebung gilt als umstritten.

Medien spekulierten seit Wochen, dass der trükische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen Wahlkampf strategisch in Sarajevo austragen wird. Nun wurde es auch offiziell bestätigt, berichtet Aljazeera Balkans. Am Mittwoch wurde ein Vertrag zwischen dem Direktor der Sporthalle, Midhat Hubjar, und den Veranstaltern, der Union der Europäisch-Türkischen Demokraten (UETD), unterzeichnet.

Das bosnische Staatspräsidium bestätigte ebenso die Kundgebung. Die Sporthalle, wo 1984 die Olympischen Winterspiele abgehalten wurden, bietet Platz für 20.000 Menschen. Gäste, die aus dem Ausland nach Sarajevo zur Kundgebung anreisen werden, werden erwartet. Am 24. Juni finden die Wahlen in der Türkei statt. Mit seinem Auftritt in der bosnischen Hauptstadt, will Erdogan türkischen Staatsbürger im Ausland mobilisieren.

Erdogans Auftritt in Sarajevo sorgte auch für negative Reaktionen. Den Behörden lagen vorerst keine Information über den geplanten Besuch des türkischen Präsidenten vor. Der türkische Botschafter in Sarajevo, Haldun Koc, hatte am Montag erklärt, dass es sich um einen vorverlegten Arbeitsbesuch Erdogans in Sarajevo handeln würde. Den Wahlkampfauftritt kommentierte er nicht.

Bei einem Treffen am Mittwoch mit der Staatsspitze von Bosnien-Herzegowina hat sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Erdogans Auftritt in Sarajevo erkundigt. Bakir Izetbegović bestätigte im Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin die Kundgebung am 20. Mai. „Es handelt sich um einen Kongress der UETD an dem sowohl Erdogan als auch ich teilnehmen werden“, sagte Izetbegović. Des Weiteren erklärte Izetbegović, dass Auftritte von Politikern im Ausland als „übliche Praxis, um für Stimmen zu werben“, gelten.

„Die SDA (Izetbegovićs Partei) ist jetzt in Deutschland wegen der bevorstehenden Wahlen im Oktober in Bosnien-Herzegowina, Herr Vucić und Herr Plenković waren ebenso hier. Dodik reiste nach Serbien um seine Wahlkampagne anzukurbeln. Erdogan wird nach Bosnien-Herzegowina kommen und ich glaube nicht, dass es Probleme geben sollte. Es könnte nur etwas Gutes für unser Land bedeuten“, fügte Izetbegovic hinzu.

Die türkis-blaue Regierung hat sich gegen einen Auftritt Erdogans in Österreich ausgesprochen. Dafür wurde auch das Versammlungsgesetz verschärft, um die Wahlkampfauftritte ausländischer Politiker zu verhindern, berichtet „Presse“. Mögliche Auftritte seien „unerwünscht“, sagte Kanzler Sebastian Kurz. (NR)

Kosmo.at
Bild: UETD
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