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Erdbeben-Ausläufer erreichten AKW Krško

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Am Sonntag bebte die Erde in Kroatien, Kärnten, Slowenien und Bosnien. Teile der kroatischen Hauptstadt liegen in Trümmern. Erdstöße trafen auch das AKW Krško Nun schlagen Experten Alarm!

Das Epizentrum der zwei Erdbeben am Sonntag, die eine Stärke von 5 auf der Richterskala erreichten, befand sich nur rund 50 Kilometer vom slowenischen Atomkraftwerk Krško, welches zusammen mit Kroatien betrieben wird, entfernt. Bereits in der Vergangenheit sorgte das AKW an der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien für Schlagzeilen. Immer wieder wurde es als schrottreif und nicht mehr zeitgemäß bezeichnet. Ferner wurde es an einem Ort erbaut, der nachweislich hohe tektonische Aktivitäten aufweist.

An die Belastbarkeitsgrenze gebracht
Das Atomkraftwerk Krško ist so gebaut, dass es einen Beschleunigungswert der Bodenwellen von 0,3 maximal standhält. Und genau diese Geschwindigkeit erreichten die Erdstöße, die am Sonntagmorgen das Kraftwerk trafen. Wie vom AKW-Betreiber NEK zu hören war, hätten Experten die Anlage umgehend überprüft und für sicher befunden. Somit befindet Krško auch weiterhin im Betrieb. Auch wenn Sloweniens Premier Janez Janša betonte, dass es zu keinen Schäden durch das Erdbeben gekommen ist.

GLOBAL 2000: „Vorgehen fahrlässig“
„Dieses Vorgehen ist klarerweise fahrlässig: Der Uralt-Reaktor Krško kann bei einer Beschädigung oder einem längeren Ausfall der Strom- oder Wasserversorgung durch ein Erdbeben nicht rasch genug heruntergekühlt werden – die Folgen haben wir in Fukushima gesehen“, betonte Dr. Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von GLOBAL 2000.

Auch der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser warnt vor einer permanenten Gefahr, die vom AKW Krško ausgehe: „”Dieses Mal ist vielleicht alles gut gegangen, aber was ist beim nächsten Mal? Auch wenn ein Supergau wie in Fukushima vielleicht nie eintreten wird: Die Gefahr, die Ungewissheit, insbesondere in dem alten Reaktor in Krško, ist permanent da”,

AKW-Mitarbeiter wegen Corona zu Hause
Ein weiterer Faktor, der viele Experten und Politiker unsicher macht, ist die Tatsache, dass sich viele Mitarbeiter des Atomkraftwerkes derzeit im Homeoffice befinden. Viele der anfallenden Tätigkeiten werden demnach nicht vor Ort erledigt. Laut Seismologen sei das AKW Krško jenes, mit dem höchsten Erdbebenrisiko Europas. „Wie beim Virus, kennt auch die Strahlung keine Staatsgrenzen“, betonte FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann.

Kosmo.at
Bild: VK24 aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk Völkermarkt/Taz


						
						
					
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