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EK prognostiziert Staatsverschuldung Kroatiens von bis zu 89% des BIP

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Die Europäische Kommission hat ihre jährliche Frühlingsprognose veröffentlicht.

Wie die Journalistin des kroatischen Rundfunks Jasna Paro mitteilte, hat die Europäische Kommission für jeden EU Mitgliedstaat eine tiefe Rezession prognostiziert. Diese wird aber nicht alle Staaten gleichermaßen treffen und wie sich die Staaten erholen werden, kann nicht gesagt werden.

„Diese Wirtschaftskrise erwartet Kroatien viel besser als die Krise im Jahr 2008. Das Makroökonomische Gleichgewicht sowie die Staatsverschuldung sind viel geringer. Dadurch wurde der erste große Schock überwunden“, fügte Paro hinzu.

Demzufolge könnte sich die kroatische Wirtschaft bereits nächstes Jahr wieder im Aufwärtstrend befinden.

Wie wir bereits berichteten wird für dieses Jahr ein Rückgang von rund 9% des BIP und für das kommende Jahr eine Erholung von 2% prognostiziert.

Als positiv eingeschätzt wird, dass die Regierung rasch Vorkehrungen getroffen hat, vor allem um Arbeitsplätze und Löhne zu sichern. All dies könnte sich auch positiv auf die Haushaltsausgaben auswirken, „die ein wirtschaftlicher Motor sind“, so Paro. Sie fügte hinzu, dass die Exporte und der Tourismus am meisten leiden werden. Die Kommission erwarte wohl auch nicht, dass die positiven Indikatoren von 2019, in den kommenden Jahren zurückkehren werden.

Zu erwarten sind ein Anstieg der Arbeitslosenzahl um rund 10%, jedoch begleitet von einem raschen Rückgang im Jahr 2021.

Die Kommission prognostiziert für dieses Jahr ein gesamtstaatliches Defizit von 7,1% des BIP, wobei die Staatsverschuldung auf 89% des BIP steigen wird. „Europa erlebt einen ökonomischen Schock, wie es ihn seit der großen Depression nicht mehr gegeben hat”, sagte EU Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Laut Gentiloni werden bis Ende 2021 nur Deutschland, Österreich, Kroatien, die Slowakei und Polen das Niveau der Wirtschaftstätigkeit aus dem letzten Quartal 2019 erreichen.

Quelle: Stimme Kroatiens/Internationales Programm des kroatischen Rundfunks 
HRT/
Erstveröffentlichung 06.05.2020
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