Home Land und Leute Kultur Ein Fort erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Ein Fort erwacht aus dem Dornröschenschlaf

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Zustand 2012

Kurz hinter der Paški most, der Brücke auf die Insel Pag, steht auf einer Klippe die Ruine eines mächtigen Forts. Dieses Kastell wurde im 17. Jahrhundert an einer strategisch überaus günstigen Stelle erbaut. Hoch über dem Meer, geschützt von steilen Abhängen, war es praktisch uneinnehmbar und bot einen hervorragenden Blick auf das Meer zwischen dem Festland und Pag sowie dem offenen Meer. Hier konnte niemand unbemerkt Richtung Süden fahren.



Zustand im Juni 2013

Das extreme Klima an dieser Stelle hat den Gebäuden ordentlich zugesetzt. Im Sommer die glühende Hitze und im Winter die heftige Salzbura haben den Mörtel mürbe gemacht, die Anlage verfiel immer mehr.

Ab 2013 gab es Pläne und auch die Finanzierungszusage, das Fort zu konservieren und zu restaurieren. Aber wie so oft hat sich auch hier der Start des Projekts lange hingezogen. Außerdem waren die ursprünglich veranlagten Kosten von 900.000 Kuna bald überschritten und es konnte nicht weiter gearbeitet werden. So zumindest berichtet Antena Zadar. Für mich ist das nicht nachvollziehbar, denn ich war im Juni 2013 dort und konnte keinerlei Bautätigkeiten sehen. Und die rein theoretische Vorbereitung konnte nicht so viel Geld verschlungen haben. Jedenfalls hat das Kulturministerium 2014 noch einmal Gelder bereitgestellt, und die Arbeiten wurden (wieder) aufgenommen.


März 2017

Im März 2017 war der fast quadratische Komplex gereinigt und die Mauern wieder verputzt. Auch die Zisterne war restauriert. Und auch der Turm war bereits wieder aufgebaut. Im Herbst 2017 wurde nach der Sommerpause weiter gemacht. Jetzt wird vor allem das Innere, die große Eingangstür sowie der Boden wieder hergestellt.


März 2017


Inwieweit die Restaurierung dem tatsächlichen Aussehen des Forts entspricht, kann ich nicht beurteilen. Ich konnte bei meiner Recherche weder alte Stiche noch Aufzeichnungen finden, die den ursprünglichen Bau beschreiben. Deshalb stehe ich dem Projekt etwas skeptisch gegenüber.

Ein Beitrag von: Moni Losem
Bilder: Moni Losem

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