“Guten Tag, Abteilung für Straßenverkehr: Was kann ich für Sie tun?” Der Mitarbeiter des städtischen Parkplatzes in Šibenik, Ivan Bašelović, stellt im historischen Zentrum unentgeltlich zu und verlädt die Waren.

Man braucht ihn nur anzurufen, ihm die Adresse zu geben und der Mini-LKW mit einer Nutzlast bis 600 Kilogramm erfüllt den Auftrag auch in den engsten Gassen der Altstadt von Šibenik.

Pünktlich um 12 Uhr Mittag werden im Kroatischen Volkstheater die besten Sportler des Vorjahres geehrt. Daher muss man auch das geeignete Bühnenbild bereitstellen.

In den letzten Jahren hat sich die Altstadt von Šibenik sehr verändert. Alte Paläste und Villen wurden restauriert und in Appartements und Boutique-Hotels umgestaltet. Den Öko-Transport bis zum Herzen der Altstadt empfinden viele als einen Vorteil, der auch für den Tourismus genützt werden soll.

“Man muss die Kommunikation ermöglichen und trotz engen und stufenreichen Gässchen moderne Transportmöglichkeiten schaffen. Eine ökologisch vertretbare Transportart mit alternativer Energiequelle ist die Garantie für eine lärmberuhigte Altstadt. Dieses Projekt ist eine ideale Lösung dafür.”

Dr. Željko Burić, Bürgermeister von Šibenik

Nenad Samaržija wurde im Herzen von Šibenik geboren und lebt heute noch hier. Er beobachtet täglich wie die Gassen und Plätze seiner Stadt an LKWs aller Art förmlich ersticken, weil es keine festen Vorschriften und Fahrverbote gibt. Deswegen begrüßt er dieses Projekt sehr und hofft, dass dadurch endlich Ruhe in den alten Stadtkern einkehren wird.

“Meiner Meinung nach wird die Stadtverwaltung eine Lösung finden, um dieses Projekt anzunehmen und vielleicht sogar ein größeres Elektrofahrzeug anschaffen. Das sollte die Transportart der Zukunft werden.”

Nenad Samaržija

Das Projekt Intermodal im Wert von 200.000 Euro wurde von der Europäischen Kommission genehmigt, was eine Bestätigung für das Bestreben der europäischen Partner ist, Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität zu fördern.

“Das Ziel des Projekts ‘Intermodal’ ist die Verringerung der Fahrten mit Privatfahrzeugen und der Ausbau des Verkehrs mit ökologischen Transportmitteln.”

Danijel Mileta, stellvertretende Bürgermeisterin von Šibenik

Dieses Projekt in Šibenik betrifft aber nicht nur den Verkehr; es ist vor allem überlebenswichtig: Man könnte die Abwanderung der Bevölkerung aus dem alten Stadtkern der Perle an der Adria in andere verkehrstechnisch besser erschlossene Städte verringern. Angesichts der Koffer und Taschen der Menschen, die eine neue Adresse suchen, hat die Stadtverwaltung das Versprechen abgegeben, dass dieses Pilotprojekt zu einer ständigen Einrichtung wird und dass Ivan auch weiterhin in den Gässchen von Šibenik auf vier Rädern lautlos unterwegs sein wird. (NR)

BR-Presse/TV Kroatien-Mario Beganović
Bild: BR
Video: Limefilm

 

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