Home Land und Leute Natur und Umwelt Der Schwarze Bär – ein großer Falter mit auffälliger Zeichnung

Der Schwarze Bär – ein großer Falter mit auffälliger Zeichnung

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Es gibt Jahre, da flattern diese Nachtfalter in großer Anzahl herum, dann wiederum findet man nur wenige. Das mag daran liegen, dass die Raupen sehr frostempfindlich sind und bei niedrigen Temperaturen absterben.




2018 sind die ersten Adulten schon Mitte April unterwegs, immer auf der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin. Denn, so schlimm sich das für uns liest, sie können nichts fressen. Schmetterlinge ernähren sich, indem sie mit ihrem Saugrüssel flüssige Nahrung aufsaugen. Beim Schwarzen Bären ist das anders, der hat nämlich gar keinen. Und so haben sie im Frühjahr nur eine Beschäftigung: für Nachwuchs sorgen.


Epicallia villica Linné, 1758 – Schwarzer Bär, crna medonjica


Das erwachsene Weibchen kann bis zu 60 mm lang werden, die Männchen bringen es maximal auf 40 mm. Die großen Vorderflügel, die zusammengeklappt werden können, haben eine Zeichnung aus weißen Flecken auf schwarzem Grund. Die hinteren Flügel sind kräftig orange mit schwarzen Flecken.




Der Körper und der Kopf sind schwarz behaart, vorne erkennt man die langen, gefiederten Antennen.

Das Weibchen legt ihre Eier direkt an die Pflanzen, die die Raupen bevorzugen. Das sind in N-Dalmatien vor allem Wegerich, Brombeeren und Flockenblumen. Sie würden aber auch Löwenzahn nicht verschmähen.




Schon bald schlüpfen die kleinen Raupen, die Erwachsenen Tiere sterben. Aber der Nachwuchs hat Hunger und schabt und raspelt an den Stängeln der Pflanzen. Die braunen Raupen haben pro Segment 4 Cluster aus helleren, langen Stacheln.

Wenn der Sommer kommt, es heiß wird, und die Nahrungspflanzen vertrocknen, dann vergraben sich die Raupen und legen eine Pause ein. Wird es wieder kühler, kriechen sie aus ihren Verstecken hervor und das große Fressen beginnt von Neuem. Die Raupe ist auch das Stadium, das überwintert.

Im Frühjahr verpuppen sie sich in der Erde und meistens ab Ende April schlüpfen die Falter – und der Kreislauf beginnt von vorne.

Diesen Nachtfalter findet man rund um das Mittelmeer, oft in direkter Meeresnähe. In Kroatien sind sie noch sehr häufig und auch nicht geschützt. In Deutschland steht der Schwarze Bär auf der Roten Liste und ist geschützt. Er findet dort aber auch nicht die besten klimatischen Bedingungen.

Ein Beitrag von: Moni Losem
 Quelle und Bilder: Kroatiens Fauna und Flora
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