Im Bauch der Barac Höhlen entstanden viele Tropfsteine, Stalagmiten und Stalagnaten, die mit ihren göttlichen Formen die Besucher beeindrucken.

Knapp zwei Drittel des kroatischen Territoriums bestehen aus Kalksteinfelsen, dessen mannigfaltige Gestalten durch Millionen von Jahren entstehen und Mulden, Kavernen und Grotten schöpfen, welche in Europa selten zu finden sind.

In Kroatien sind bis jetzt etwa 10 000 Höhlen erkundet worden und mindestens noch so viele sind noch unerforscht. Kordun ist geprägt von besonderem Reichtum an Höhlenunterwelten  und die Barać Höhlen der Stadtgemeinde Rakovica gehören zu den längst erkundeten.

Westlich des Dorfes Nova Kršlja befindet sich der Eingang zu den Barać Höhlen. Es gibt sogar drei Barac Höhlen: die Obere, Untere und die Neue. Dadurch verläuft der Bach Baracevac, der mit noch zwei Bächen einen größeren Bach bildet, der Kršlja genannt wird. Wie die Schlagader, fließt der Bach Krslja kilometerweit durch das Feld, überlässt sich hinterher kleinen Abgründen und verschwindet in der Neuen Höhle, vereint mit wertvollem Wasser der reichen Höhlenunterwelt.

Dem Menschen ist die Barać Höhle schon Tausende von Jahren vertraut; in ihnen hat er verweilt, sich vor Kälte und Feinden geschützt. In der Höhle sind viele archäologische Gegenstände gefunden worden, wie Steinaxt und Armband aus dem 7. Jahrhundert v. Chr..

Dank der unveränderten mikroklimatischen Umstände der Unterwelt, wurden Knochen verschiedener Tiere unversehrt aufgefunden. Der örtlichen Überlieferung nach, bekamen die Höhlen ihren Namen nach einem mutigen Mann, der den osmanischen Eroberern trotzend, im heldenreichen Kampf einen Riesen feindlichen Ordens besiegte.

Der Nachname Barac existiert in diesem Gebiet nicht mehr. Die ersten schriftlichen  Materialien über Kordun entspringen aus dem Jahre 1699, als die ersten Geländekarten dieser Region hergestellt wurden und der erste Artikel über die Barac Höhlen entstand im Jahre 1874. Erste archäologische und paläontologische Forschungen in den Höhlen werden erstmals 1885 von Mijo Kišpatić durchgeführt. Die Barać Höhlen sind im März 2016 als unter Schutz stehenden Naturschönheiten der Republik Kroatiens erklärt worden.

Glas Hrvastke/
Bild: Plitvički Dvori
Video: Vlado Butina 

 

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