Home Ausland 6 DINGE, AN DENEN MAN DICH ALS JUGO-SCHWABO ERKENNT

6 DINGE, AN DENEN MAN DICH ALS JUGO-SCHWABO ERKENNT

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Als Jugo-Schwabo oder Jugo-Schwabica hat man es nicht leicht. Der alljährliche Familienbesuch am Balkan ist immer wieder ein Kulturclash. Egal, wie sehr du dich bemühst, man wird dich immer wieder als Jugo-Schwabo erkennen. Wenn du aus einer Balkan-Familie kommst und hier aufgewachsen bist, wird dir das Folgende bekannt vorkommen.

1. Du sagst “Bitte” und “Danke”
Wenn du ein Geschäft oder Lokal betrittst, sagst du sofort ein freundliches “Dobar dan” zum Kellner oder der Verkäuferin (die vielleicht nicht einmal von ihrem Magazin aufschaut). Auch in der Familie bedankst du dich jedes Mal für den Kaffee, den Saft oder die Kekse und bekommst dafür einen liebevoll belustigten Kommentar zu hören (“Vidi kako uvijek kaže hvala”). Nicht, dass die Leute am Balkan unhöflich wären, aber mit so viel “Wiener Schule” outest du dich gleich als Jugo-Schwabo.

2. Du sprichst den Jugend-Slang der 80er Jahre
Leute sprechen dich immer wieder amüsiert auf deine Ausdrucksweise an. Du benutzt Wörter und Redewendungen, die deine Eltern aus ihrer Jugend in den 1980ern oder 1990ern mitgebracht haben. Neueren Slang musst du dir jedes Jahr aufs Neue erklären lassen. Und: Den Balkanesen fallen ständig neue Slang-Ausdrücke ein!

3. Du hast keinen Schimmer von “Farma” und “Zvezde granda”
Was den Small Talk betrifft, bist du damit schon mal ziemlich weit im Abseits. Wenn die Rede auf “Farma”, “Parovi”, “Zvezde granda” oder andere angesagte Reality- und Castingshows kommt, gehst du dir erstmals was zu Trinken holen oder blätterst deine Fotos am Handy durch. Das ist einfach nicht deine Szene.

4. Fleisch ist nicht dein Gemüse
Wenn in einer Runde wieder einmal alle gleichzeitig auf dich einreden und dir erklären, wo du das beste Fleisch bekommst, welcher Metzger auch gleich einen Grillbetrieb dazu anbietet und wie günstig das Kilo Ćevapi diese Woche ist, verfällst du als einziger nicht in Begeisterung. Klar magst du Fleisch, aber das ist noch lange kein Grund, so auszuflippen…

5. Du versuchst deine Einkäufe bis 19.00 zu erledigen
Du rennst kurz vor 19.00 Uhr noch schnell in den Supermarkt, weil du dringend noch etwas fürs Grillfest am Abend kaufen willst und wunderst dich, wenn du kurz vor Mitternacht im selben Geschäft die Einheimischen noch seelenruhig einkaufen. Hier ticken die Uhren anders. Bis du dich daran gewöhnt hast, bist du auch schon wieder im verschlafenen Österreich.

6. Du singst die Turbofolk-Hits nicht mit
Du bist mitten in einer geselligen Runde, als plötzlich alle aufspringen und anfangen zur Musik mitzusingen. Wie ein ertappter Schwabo schaust du deine Freunde nur blöd grinsend an, nippst an deinem Getränk, versuchst zumindest ein bisschen zur Musik mitzuschunkeln – und hoffst, dass das Lied bald zu Ende ist. Aber du weißt genau: das alles wirst du erst in einem Jahr wieder erleben. (NR)

Quelle: Kosmos
Bild: zVg.
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