Home Land und Leute Zadar zeigt Herz – Einheimische unterstützen syrische Flüchtlinge

Zadar zeigt Herz – Einheimische unterstützen syrische Flüchtlinge

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In Zadar haben 40 Flüchtlinge aus dem syrischen Alepo ihr neues Zuhause gefunden. Nachdem sich die Minderheit vorübergehend über soziale Medien negativ über den Verbleib der Flüchtlinge geäußert hat, bekam die Geschichte nun doch ein erfreuliches Ende und die negativen Stimmen wurden überstimmt. Die Einwohner der kroatischen Küstenstadt zeigten das in ihrer Stadt alle willkommen sind.

Im städtischen Hostel 4 You wurden sieben syrische Familien aufgenommen, 14 Erwachsene und 26 Kinder, die Besitzer des Hotels haben vom ersten Tag an helfen wollen:

„Anfangs, als die Geschichte in den Medien nicht verbreitet war kamen unsere Freunde und Bekannte mit Paketen voller Sachen da sie den Menschen ebenfalls helfen wollten. Die Pakete waren voll mit Kleidungsstücken, Windeln, Schuhen, Unterwäsche usw… Mit der Zeit kamen die Menschen an die Hostelrezeption und baten uns Ihre Hilfe an. Momentan haben wir ausreichend Kleidung für Erwachsene, es fehlt uns aber an Klamotten für die Kinder. Das jüngste Kind ist zehn Monate alt, das älteste 14 Jahre.“, sagt die Besitzerin des Hostels Sarah Ninčević.

Doch das große Herz der Bevölkerung in Zadar zeigt sich nicht nur in der materiellen Unterstützung, im kommenden Monat, solange die Familien im Hostel bleiben sollen, ist man bemüht für sie einen Job zu finden, Häuser und Wohnungen anzumieten, damit sich die Syrer voll in die dalmatinische Kultur integrieren können. Auch dafür sorgen die Gastgeber: „Ein Mann wird ab morgen in eine Bäcker arbeiten. Der Bäckermeister kam zu uns und bat ihm den Job an und er nahm das Angebot sofort an. Er ist überglücklich und würde am liebsten 24 Stunden arbeiten um für seine drei Kinder sorgen zu können.“, erzählt Sarah.

In ihrer Heimat haben die Männer und Frauen als Schneider, Automechaniker und Friseure gearbeitet und im Moment möchten Sie nur arbeiten um für sich selbst sorgen zu können. Bis heute kamen zahlreiche Job–Angebote an, von der Insel Pag z.B. haben sich Bürger gemeldet, die Arbeitsplätze am Bau, als Reinigungskräfte oder in der Bäckerei angeboten haben.

Die syrischen Familien haben bereits die Stadt kennenlernen dürfen und sie sind begeistert. Die Kinder dürfen endlich sorgenfrei auf der Straße spielen. Nach drei Jahren Krieg und verschiedener Campaufenthalte haben es diese Menschen verdient wieder normal leben zu können. In Kürze werden die Kinder in die lokalen Kindergärten und Schulen starten.

Bild: Jure Mišković / Hanza Media
Jurica Zelić

 

 

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