Home Land und Leute KROATE SCHMEISST ARBEIT ALS KOCH HIN UND KEHRT IN HEIMAT ZURÜCK

KROATE SCHMEISST ARBEIT ALS KOCH HIN UND KEHRT IN HEIMAT ZURÜCK

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Der gelernte Koch, Ivan Bedić aus der kroatischen Stadt Zadar, hat in einem österreichischen Restaurant gearbeitet. Nach einem Jahr beschloss er in seine Heimat zurück zukehren.

Ein Jahr lang lebte und arbeitete Ivan Bedić in Linz. Von seiner Ehefrau und den Kinder getrennt, zog er alleine zum Broterwerb nach Österreich. Bedićs Familie war auf sein Einkommen angewiesen war. Die Jahre zuvor arbeitet der Kroate auch in Deutschland.

In Kroatien ist dies kein Einzelfall. Seit dem EU-Betritt vor vier Jahren sind, laut kroatischen Medien, über 200.000 Menschen aus dem kleinen Adria-Land ausgewandert. Das waren fast fünf Prozent der Gesamtbevölkerung.

Insbesondere junge Menschen versuchen ihr Glück in den Europäischen Ländern. Für viele gilt Westeuropa als die Erlösung ihrer Probleme. Besser bezahlte Jobs, mehr Lebensqualität und eine sichere Zukunft erhoffen sich die meisten. Dass es auch anders kommen kann, zeigt der Fall Bedić.

Einmal Österreich und zurück

Während seines Aufenthaltes in Linz hat der Kroate aus Zadar zu viele negative Erfahrungen gesammelt. Als „Ausländer“ etikettiert, gestaltete sich das Leben für Ivan Bedić sehr schwer. „Dort würde ich nie wieder wohnen wollen. Meine Frau Božena hat vorgeschlagen, dass wir nach Österreich ziehen, doch das kommt für mich nicht mehr in Frage“, sagt Ivan Bedić gegenüber „Zadarskilist“.

Zwar habe der gelernte Koch gut verdient und in einer passablen Unterkunft gewohnt, doch wohlgefühlt hat er sich nie. Die Menschen und der Lebensrhythmus waren für den Kroaten völlig fremd. Nach einem Jahr packte er seine Sachen, setzte sich auf sein Motorrad und kehrte Österreich den Rücken.

In seiner Heimatstadt Zadar hat Ivan Bedić Arbeit gefunden und denkt nicht mehr ans Ausland. Er verstehe, dass manchen Menschen oft keine andere Möglichkeit bleibt, als abzuwandern. „In Kroatien möchten die wenigsten als Koch arbeiten, dafür gehen sie nach Deutschland oder Österreich, um dort unterbezahlte Jobs anzunehmen und zu zehnt in einer Wohnung zu leben“, so Bedić. (NR)

Kosmo.at
Bild: betriebseinrichtung.net
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