Home Land und Leute Natur und Umwelt Die Heilpflanze Laurus nobilis Linné, 1753

Die Heilpflanze Laurus nobilis Linné, 1753

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Der Edle Lorbeer, so die wörtliche Übersetzung aus dem Lateinischen, war schon bei den Römern und Griechen eine hoch geschätzte Pflanze. Wir alle haben das Abbild Caesars vor Augen, der mit einem Lorbeerkranz gekrönt ist. Aber nicht nur er, auch Sportler oder andere Menschen, die Besonderes geleistet haben, erhielten einen Kranz aus Lorbeerblättern. Daneben waren diese wichtige Zutaten bei rituellen Räucherungen und Reinigungen. Heute werden getrocknete Lorbeerblätter nur noch als Gewürz verwendet, dass vor allem Gerichten mit Kraut eine spezielle Note gibt. Aber der Lorbeer führt zu Unrecht ein Schattenleben, denn er ist voller aktiver Wirkstoffe.



Die Blüten

Aktuell sind wir alle von Erkältungen geplagt, und die erste Grippewelle ist im Anrollen. Und Extrakte vom Lorbeer können die Symptome lindern, wirken antibakteriell und antifungal. Die Wirkstoffe sind allerdings stark allergen, sodass vorher eine mögliche Allergie ausgeschlossen werden muss.


Vom Lorbeer werden die Blätter und die Früchte für die Herstellung von Extrakten verwendet:

Lauri folium – das Lorbeerblatt wird frisch und getrocknet verwendet. Eine besondere Spezialität sind Kartoffeln mit fein geschnittenen, frischen Blättern.



Lauri aetheroleum – das ätherische Öl aus den Blättern Das Blatt des Lorbeers enthält hauptsächlich Flavonoide und Sesquiterpenlactone. Aber auch Pinen und Linalool, zwei Stoffe, die Allergien auslösen können. Die Kombination dieser Stoffe wirkt antibakteriell, hilft bei Magenbeschwerden und wehrt Insekten ab. Letztere Eigenschaft macht man sich zunutze, indem man Lorbeerblätter zwischen Feigen legt, die in der Sonne getrocknet werden. Aber auch der bekannte dalmatinische Feigenkuchen ist oft mit einem Lorbeerblatt belegt.

Lauri oleum – das durch warme Destillation gewonnene Öl der Früchte wird in der Kosmetik als Duftstoff aber auch als Adstringens verwendet. In der Heilkunde soll es bei Abszessen wirksam sein und die Folgen von rheumatischen Erkrankungen lindern können.

Die Pflanze selbst wächst baumartig und kann eine Höhe von 12 Metern erreichen. Ab März erscheinen die 4-zähligen, hellgelben Blüten in großen Büscheln. Die schwarzen, olivenförmigen Steinfrüchte werden im Dezember reif.

Ein Beitrag von: Moni Losem
Quelle und Bilder: Kroatiens Fauna und Flora
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