Home Land und Leute Natur und Umwelt Die Archenmuschel, noina arka školjke – der Weg zum Mittagessen ist mühsam

Die Archenmuschel, noina arka školjke – der Weg zum Mittagessen ist mühsam

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Fischmärkte in Dalmatien sind immer ein Kaleidoskop verschiedener Meerestiere, die hier gerne gegessen werden. Neben den bekannten Fischarten, Tintenfischen und Kraken findet man auch die Archenmuschel zum Verkauf angeboten.




Aber das Sammeln dieser Muscheln ist ziemlich schwierig, denn sie verankern sich mit ihren stabilen Byssusfäden am Untergrund. Und da braucht man schon ein Werkzeug, um sie abzulösen. Wenn man also selbst diese Muscheln sammelt, hat man sich danach das Mittagessen redlich verdient.

Die Fischer, die diese Muscheln verkaufen, machen es selten auf diese anstrengende Art. Sie verwenden Dredgen, also schwere Schleppnetze, die über den Meeresboden gezogen werden. Und diese Netze zerstören alles, was sie erwischen. Ökologisch gesehen sind sie eine Katastrophe.




Arca noae Linné, 1758, so der wissenschaftliche Name, gehört zu einer sehr ursprünglichen Familie innerhalb der Mollusken. Die beiden Schalen sind lang und schmal und durch ein langgezogenes Schloss miteinander verbunden.

Sie haben zwei Schließmuskeln, mit denen sie die Schalen zusammenziehen können. Und dadurch, dass die beiden Klappen ausgesprochen kräftig sind, ist ihr schmackhaftes Inneres auch nicht so schnell für einen Räuber erreichbar.




Das Schloss dieser Muschel ist taxodont, es besteht aus vielen kleinen, gleichartigen Zähnen. Die Muschel kann bis zu 8 cm lang werden, nach etwa 5 Jahren hat sie eine Größe von 5 cm erreicht. Das ist auch die Minimalgröße, die eine Muschel für den Handel haben muss.

1940 brach die Population fast völlig zusammen, da diese Muschel Hauptnahrungsmittel der hungernden Bevölkerung war. Danach haben sich die Bestände wieder erholt. Heute sieht die Bestandsdichte wieder besorgniserregend aus. Es gibt aktuelle Untersuchungen, die die Bestandsdichte in verschiedenen Regionen erfasst haben. So wurden 2009 die Quantität und Qualität im Pašman-Kanal dokumentiert. Und das Ergebnis war niederschmetternd, denn es gab fast keine ausgewachsenen Tiere mehr.

 

 

Ein Beitrag von: Moni Losem
 Quelle und Bilder: Kroatiens Fauna und Flora
 Literaturtipp: M. Peharda et al.: Arca noae in Pašman channel, Ribarstvo, 67, 2009, (1), 3—10
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