Home Politik Bürgermeister Penava: Gründet ein Kriegsverbrechertribunal

Bürgermeister Penava: Gründet ein Kriegsverbrechertribunal

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An der friedlichen Demonstration in Vukovar nahmen rund 20 Tausend Menschen teil.

In Vukovar fand am Samstag eine große Demonstration statt, um darauf aufmerksam zu machen, dass die kroatischen Institutionen bei der Verfolgung serbischer Kriegsverbrechen aus den neunziger Jahren kaum Fortschritte gemacht haben.

Die Organisatoren sagen, dass rund 20 tausend Menschen aus ganz Kroatien an der Demo teilgenommen haben.

Viele der Opfer der Belagerung von Vukovar durch die von Serbien geführte jugoslawische Volksarmee hielten Reden auf der Demonstration ab.

Unter ihnen war auch Snježana Karaula Maljak, die davon erzählte, dass der Serbe, der sie während der Besatzung vergewaltigt hatte, bis heute in Vukovar frei herumläuft.

Pavle Vukas, ein ehemaliger Verteidiger und Häftling eines serbischen Konzentrationslagers hob in seiner Rede folgendes hervor:„Kroatien wurde im kroatischen Unabhängigkeitskrieg erschaffen und das Fundament unseres Staates befindet sich hier in Vukovar. Wir warten jedoch bereits seit 27 Jahren darauf, dass unser Staat wenigstens ein wenig Gerechtigkeit wiedergibt, für all das, was uns weggenommen wurde in monströsen Verbrechen, die gegen uns begangen wurden.”

Der Vorsitzende des Verbandes kroatischer Häftlinge serbischer Konzentrationslager Danijel Rehak bonte: „Die Staatsanwaltschaft und die Justiz müssen endlich verstehen, dass dies nicht Jugoslawien ist, sondern die Republik Kroatien, und sie müssen die Bürger der Republik Kroatien schützen.” Der Bürgermeister der Stadt Vukovar Ivan Penava schloss sich seinen Vorrednern an und rief abschlieβen dazu auf ein ein spezialisiertes Kriegsverbrechertribunal zu Gründen.

Glas Hrvastke/
Bild: HRT
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